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Die Top 10 Erziehungstipps

Jedes Kind ist von Anfang an ganz eigen und einzigartig – wie übrigens auch alle Eltern, und es gibt einige Dinge auf die Sie bewusst achten können um ihrem Kind zu helfen sein angeborenes Potenzial am Besten zu entwickeln und alle seine Möglichkeiten zu entfalten. Hier ist unsere Liste der Top 10 Erziehungs-Tipps damit ihre Kinder den bestmöglichen Start ins Leben bekommen.

 

1. Stellen Sie sich vor, Ihre Kinder seien Gäste.

Der Satz "Kinder sind Gäste, die nach dem Weg fragen" wird der italienische Ärztin, Pädagogin und Philosophin Maria Montessori zugeschrieben und klingt wunderschön. Noch schöner aber ist er als hilfreiches Erziehungsmotto. Es ist ein sehr respektvoller Ansatz, liebevoll und hilfreich für Eltern und Kinder und es lohnt sich, öfters daran zu denken. Folgen Sie dabei einfach dem Grundsatz, den Gästen einen guten, sicheren Ort anzubieten und ihnen solange Unterstützung und liebevollen Halt zu geben, bis sie ihren Weg selber gehen können. Andere unvoreingenommen zu akzeptieren, wie sie sind, mit allen Licht- und Schattenseiten ist nicht einfach, auch wenn es sich um die eigenen Kinder handelt. Womöglich ist Ihr Kind ein ganz anderer Mensch als der, den Sie sich immer vorgestellt haben.

 

Die Aufgabe der Umgebung ist nicht, das Kind zu formen, sondern ihm zu erlauben, sich zu offenbaren." Maria Montessori

 

Das Kind als einzigartiges Wesen so annehmen zu können, wie es ist, bedeutet eine große Erleichterung - auch wenn man sich vielleicht manches anders gewünscht hätte. Aber es ist wichtig, dass Ihr Kind seinem eigenen, nicht dem von Ihnen erdachten - Lebensweg folgen kann und ihm dabei zu helfen, sich darauf möglichst gut vorzubereiten. Diese Vorbereitung muss natürlich jeweils dem Alter und den Fähigkeiten des Kindes angepasst sein. Wenn Sie Ihr Kind zu stark bestimmen, wird es unsicher und traut sich nicht, alleine etwas Neues auszuprobieren. Aber wenn Sie es zu oft sich selbst überlassen, wird es vielleicht wichtige Grundregeln des Zusammenlebens nicht lernen, und später Probleme haben, z. B. mit den Lehrern in der Schule. Eine gute Balance ist wichtig!

 

Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel."

Johann Wolfgang von Goethe

 

 

2. Pflegen Sie gute Beziehungen.

Ob es Ihr Partner ist oder Ihre Freunde, es ist sehr wichtig, dass Sie Ihrem Kind vorleben, gut mit anderen umzugehen. Damit, dass Sie gute, starke Beziehungen zu Ihrem Partner und Ihren Freunden haben, zeigen Sie Ihrem Kind, wie es selber wertvolle und schöne Freundschaften pflegen kann - zu Ihnen und zu anderen Menschen die ihm wichtig sind. Eins der wichtigsten Dinge in jeder guten Beziehung zu anderen Menschen ist gegenseitiger Respekt. Als Eltern sollten sie in der Lage sein, diesen Respekt durch Handlungen und Worte zu erwecken, ihn aber niemals von Ihren Kindern fordern. Und Sie sollten ihre Kinder ebenfalls respektvoll behandeln, sie z. B. niemals im Beisein anderer schimpfen und "herunterputzen" und ihre Wünsche und Abneigungen ernst nehmen.

 

 

3. Seien Sie ein gutes Beispiel.

Wem soll ihr Kind im Leben nacheifern? Einem berühmten Fußballstar oder Talkmaster? Oder doch lieber Ihnen? Eltern sollten immer selbst die Nummer 1 für Ihre Kinder sein wollen und ihnen zeigen, was richtig und was falsch ist, und zwar, indem sie es nicht predigen, sondern vorleben. Zeigen Sie Ihren Kindern wie Sie leben und wie Sie möglichst oft das Richtige tun, auch wenn Sie stark gefordert sind. Einfacher gesagt als getan? Sicher, aber sich um innere Stärke und Gelassenheit zu bemühen ist etwas, dass Ihnen nicht nur in Ihrer Rolle als Eltern, sondern überall im Leben weiterhilft. Nehmen Sie öfters am Tag die Rolle des Beobachters ein und schauen Sie sich zu, was Sie tun und was Sie sagen. Sicherlich merken Sie dann ganz von selbst, was Sie lieber unterlassen oder ändern möchten.

 

“Ich versuche in erster Linie, meinen Kindern ein gutes Vorbild zu sein. Weniger durch Worte, als durch die Art und Weise, wie ich lebe. Ich kann nur hoffen, dass ich ihnen alle Werkzeuge in die Hand gegeben habe, um ihre eigenen Entscheidungen im Leben selbstbewusst zu treffen." Demi Moore in "myself”

 

4. Spielen Sie mit Ihren Kindern - so oft wie möglich.

Kinder lernen durch Spielen. Indem Sie mit Ihren Kindern spielen, können Sie ihnen vieles beibringen und gleichzeitig viel Spaß mit ihnen haben. Auch wenn man sich als Eltern manchmal überwinden muss, sich auf ein Spiel mit den Kindern einzulassen, wo es doch so viele wichtige Dinge zu tun gibt - Spielend Lernen ist eine wundervolle Art ihre Kinder zu unterhalten, sie kennen zu lernen und Ihnen gleichzeitig wichtige Dinge beizubringen. Damit es gut gelingt, ist es am Besten wenn Sie etwas aussuchen, das auch Ihnen nicht gerade langweilig ist. Planen Sie ab und zu mal so eine Stunde in denen Sie mit Ihrem Kind in seine eigene Welt eintauchen.

Das kann Drachensteigen auf einer Wiese sein, eine Runde "Kniffel" oder Mau-Mau,

eine Modenschau mit den Barbypuppen oder ... na, ist Ihnen schon etwas Gutes eingefallen?

 

Erinnern Sie sich an Ihre eigene Kindheit, denn: "Wer sich seiner eigenen Kindheit nicht mehr deutlich erinnert, ist ein schlechter Erzieher." - Marie von Ebner-Eschenbach

 

 

5. Geben Sie bedingungslose Liebe.

Kinder wachsen und lernen - und vieles lernen sie durch Erfahrung. Manchmal werden sie Dinge tun oder ausprobieren wollen, die Sie selbst nicht gut finden, und vielleicht noch nicht Mal im Ansatz verstehen können. Aber wenn Sie ihr Kind immer mit bedingungsloser Liebe unterstützen, sogar und gerade dann, wenn es schwierig wird, zeigen Sie ihm, dass es immer auf Sie zählen kann. Machen Sie Ihnen klar, dass Sie diese oder jene Handlung nicht gut finden und warum. Sie können auch verlangen, dass Ihr Kind eine bestimmte Sache nicht wieder tun soll - zum Beispiel, wenn es sich oder anderen Menschen damit schadet; aber reagieren Sie nicht damit, dass Sie dem Kind Ihre Liebe entziehen. Ihr Kind fühlt sich geborgen und sicher, wenn es weiß dass es jederzeit von ihnen geliebt wird, auch wenn Sie nicht alles tolerieren, was es tut.

 

6. Achten Sie auf positive Bestärkung.

Gebrauchen Sie niemals negative Begriffe wie dumm, blöd oder faul, wenn sie von ihrem Kind reden, weder zu Hause, noch anderswo. Geben Sie ihrem Kind keinen Anlass, sich klein und nichtswürdig zu fühlen. Spätestens wenn ihre Kinder in die Schule gehen, werden sie noch mit genug Negativität und Aggression von andern Menschen konfrontiert. Stärken sie das Selbstbewusstsein durch positive Bestärkung zu Hause, so dass die schlechten Bemerkungen, die sie eventuell anderswo zu hören bekommen, wenn sie nicht dabei sind, nicht auf fruchtbaren Boden fallen.

 

"Man kann das Wachstum eines Pflänzchens nicht beschleunigen, indem man an ihm zieht." - Aus Japan

 

 

7. Essen Sie gute Mahlzeiten in guter Atmosphäre.

Gute Essgewohnheiten haben viel mit guter Gesundheit zu tun - und sie beginnen bereits sehr früh; was Sie als Kind essen hat großen Einfluss auf ihren Geschmack und Ihre spätere Ernährung. Geben Sie Ihren Kindern einen guten Start ins Leben mit gesundem, vollwertigem und abwechslungsreichem Essen. Kinder, die von Anfang an gut ernährt werden, behalten die guten Ernährungsgewohnheiten meist ihr Leben lang bei. Es ist viel einfacher, Kinder dazu zu bewegen, gesunde Sachen zu mögen, wenn sie von Anfang an nichts anderes kennen gelernt haben. Und auch die Atmosphäre beim Essen ist wichtig. In entspannter Umgebung zusammen genießen, erzählen, Neues austauschen ist einfach schön. Mittags sorgt es für eine erholsame Pause und abends für einen angenehmen Tagesausklang. Achten Sie mal darauf: viele gute Dinge, die Familien zusammen erleben, haben mit Essen zu tun!

 

"Wenn ich gut gegessen habe, ist meine Seele stark und unerschütterlich; daran kann auch der schwerste Schicksalsschlag nichts ändern." Jean Baptiste Molière (französischer Dichter)

 

 

8. Reden sie mit ihren Kindern, aber reden Sie nicht auf ihre Kinder ein.

Manchmal mag es einfacher sein, ihrem Kind einfach vorzuschreiben, was es tun und wie es sich verhalten soll. Aber, wenn sie sich öfters die Zeit nehmen, mit Ihren Kindern über Ihre Erwartungen zu sprechen und auch über deren Erwartungen an Sie, etablieren Sie eine gute Kommunikation. Diese Kommunikation wächst mit den Jahren - und sie werden sehen, dass ihre Kinder mit ihren Gedanken und Problemen gerne zu ihnen kommen, wenn Sie Hilfe brauchen. Wenn Sie zu häufig auf ihre Kinder einreden und Ihnen befehlen, dann ist es eher unwahrscheinlich, dass Sie zu ihrer Vertrauensperson werden - niemand möchte gerne dauernd mit Missbilligung und Kritik konfrontiert werden.

 

Als Kinder lernen wir sprechen, als Erwachsene sollten wir lernen zuzuhören.

 

 

9. Vermeiden Sie Fernsehen und Computerspiele und schlechtes Spielzeug.

So einfach und verlockend es auch erscheinen mag, wenn Sie mal wieder keine Zeit für Ihr Kind haben, müde oder gestresst sind, einfach den Fernseher einzuschalten, und Ihr Kind sehen zu lassen, was immer es sehen möchte - es ist dennoch keine gute Idee. Eine aktuelle Studie aus Neuseeland belegt was lange vermutet wurde: ein hoher TV-Konsum führt zu Aufmerksamkeitsstörungen die zunehmen, je mehr Stunden ein Kind im Alter zwischen fünf und elf Jahren vor der "Flimmerkiste" verbringt. Darüber hinaus stellen Kinder für die Fernsehwerbung bereits eine eigene Konsumentengruppe dar, und die bunten Spots sind genau darauf ausgerichtet, in den Youngstern Wünsche zu erwecken - vielleicht auf genau die Dinge, die sie besser nicht haben sollten. Wenn es Ihnen gelingt, Fernsehen, Computerspiele und schlechtes Spielzeug wo es geht zu vermeiden, dann haben Sie schon viel dazu getan, damit Ihre Kinder auf gesündere und sicherere Art groß werden können,

 

Wer zuviel fernsieht, verliert den Weitblick.

 

 

10. Lesen Sie Ihren Kindern eine Gute - Nacht Geschichte vor.

Vorlesen ist eine besonders schöne und wertvolle Art, den Kindern Ihre ungeteilte Aufmerksamkeit zu geben, mit Ihnen am Sofa oder Bett zu kuscheln und gleichzeitig gemeinsam spannende Abenteuer zu erleben. So endet jeder Tag auf eine friedliche und behütete Art und Weise, die ihrem Kind dabei hilft, gut einzuschlafen - und Ihnen den Luxus erlaubt, nach einem anstrengenden Tag Ihr Kind ein Weilchen ganz entspannt für sich zu haben. Darüber hinaus fördert das Vorlesen Gedächtnis, Wortschatz und Vorstellungsvermögen und regt dazu an, über viele Dinge nachzudenken. Wichtig ist, dass es zu eine Art Ritual wird, das täglich stattfindet, auch wenn es nur 20 Minuten sind. Machen Sie Vorschläge zum Lesestoff, aber wenn Ihr Kind alt genug ist, lassen Sie es das Buch ruhig selbst auswählen. Die Kinder mögen es, wenn sie spüren, dass man Ihnen etwas zutraut, dass ihre Persönlichkeit und ihre Wünsche respektiert werden. So kann man sie zu selbstbewussten Lesern erziehen, die immer neue Entdeckungen in der Welt der Bücher machen.

 

Gut lesen, das heißt langsam, tief, rück- und vorsichtig, mit Hintergedanken, mit offen gelassenen Türen, mit zarten Fingern und Augen lesen ... Nietzsche, Friedrich (1844-1900)

 

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