Die 3 besten Geschichten
Marc- Benedict Schäfer
( hat zu seiner Geschichte tolle Bilder gemalt! )
Doch eines Tages...
...kochte Walburga Clementine Petersilie das Gerücht, dass den hübschen Sumpfelfen die Flügel ausfallen sollen. Die böse Hexe wollte die Flügel der Sumpfelfen haben, damit sie selber damit fliegen kann und keinen Hexenbesen mehr braucht. Sie hexte:
„Fluh, Fluh, Flah,
die schlimmsten Gerüchte sind wieder da.
Die Sumpfelfen kriegen Prügel
Und verlieren ihre Flügel.“
Den Sumpfelfen fielen die Flügel schnell aus. Es war sehr schade, denn sie hatten schöne Flügel. Sie waren waldbeerenglitzerndblau und funkelten im Sonnenlicht. Jetzt hatten sie keine Flügel mehr und es war gar zu traurig. Nun hatten sie Angst, dass sie mit ihren spindeldürren Beinchen im Sumpf versanken und waren sehr traurig. Sie weinten kleine silberne Tränen. Die Elfen überlegten, ob sie die Waldkobolde um Hilfe bitten könnten. Die Waldkobolde waren nette Wesen und hatten schon oft in der Not Elfen und Menschen geholfen.
Sie hatten rot-blaue Jacken mit sechs schwarzen Knöpfen an. Dazu trugen die eine lila Zipfelmütze mit einem Bommel und lustige spitze Schühchen. Die Kobolde sollten heimlich den Gerüchteofen verstellen. Was die Hexe anderen oder sich wünschte, solle sich genau ins Gegenteil verkehren, damit die Hexe wieder lieb würde. Damit die Kobolde aber den Ofen verstellen konnte, lockten sie die Hexe aus ihrer Hütte. Sie sagten der Hexe einfach, dass sie für ihre bösen Gerüchte zum Dank vom König viel Silber und Gold geschenkt bekommen sollte.
Die Hexe flog deshalb mit den Elfenflügeln schnell los zum König. Und die Kobolde verstellten den Gerüchteofen der Hexe. Der König kannte den Plan der Kobolde und schenkte der Hexe Gold, Silber und Edelsteine.
Die Hexe glaubte nun, wenn sie noch bösere Gerüchte zaubern würde, würde der König ihr noch mehr wertvolle Sachen schenken. Also zauberte sie gleich wieder los, als sie nach Hause kam. Sie sprach zum Ofen:
„Fluh, Fluh, Flah,
die schlimmsten Gerüchte sind wieder da.
Noch böser wird die Hexe hinter den 7 Hecken,
ihr werdet es entdecken!“
Da der Ofen aber verstellt war, passierte genau das Gegenteil. Die Hexe wurde sehr lieb und brachte den Elfen sogar die schön schillernden Flügel zurück.
Und wenn die Hexe, die Sumpfelfen, die Waldkobolde und der König nicht gestorben sind, so leben sie noch heute lieb und friedlich miteinander.
Jana Jüttner
Doch eines Tages...
....wurde unten im Tal ein Mädchen namens Marie geboren. Schon seit ihrer Geburt merkten die Menschen, dass sie anders war als alle anderen. Sie fürchtete sich vor niemanden und lachte bei den gruseligsten Märchen, wo andere nur noch schreiend davon liefen, Von Jahr zu Jahr wurden die Menschen misstrauischer. Sie schlossen die Fensterläden, wenn Marie die Straße herunter kam und sie beschimpften sie hinter ihrem Rücken, als gemeine Hexe. Jahre vergingen und Marie wurde zehn Jahre alt. Die Eltern weckten sie am Morgen. „Herzlichen Glückwunsch!“, rief ihr Vater, der ein großes Geschenk in der Hand hielt. „Danke!“, freute sich Marie und riss das Papier des Geschenks auf. Es war ein Korb mit Brot, Käse und einem Behälter voll Wasser. “Was ist denn das?“, fragte sie. „Nun ja, jedes Mädchen hier im Dorf muss an ihrem zehnten Geburtstag das vertraute Dorf verlassen und jenseits der sieben Hecken eine Pflanze pflücken, die nur dort zu finden ist!“, erklärte ihre Mutter. „Dann muss ich also von hier fort?“, fragte Marie. „Ja! Doch sobald du die Pflanze gefunden und gepflückt hast, kannst du natürlich wieder kommen.“, sagte der Vater. Marie stand auf und sagte: „Ich zieh mich dann schon mal an!“
Die Eltern gingen zurück in die Küche. –sie hatten ein sehr schlechtes Gewissen, denn es gab diese Wunderpflanze gar nicht und es wird sie auch nie geben. Sie hatten sich von den Dorfbewohnern überzeugen lassen, dass ihr Kind eine Hexe war und wollten sie nun so schnell wie möglich loswerden. Plötzlich kam Marie in die Küche gestürmt. Sie sah überhaupt nicht ängstlich aus. Das ist aber komisch!!, dachte der Vater. Jedes Kind hätte Angst, aber Marie strahlt ja richtig. Sofort verflog sein schlechtes Gewissen und er redete sich ein, dass es nur das Beste für ihn und sein Dorf wäre, das Kind wegzuschicken. „Wann geht es denn los?“, fragte Marie gespannt. „Jetzt!“, antwortete ihre Mutter. Marie`s Lächeln wurde noch um eine Spur breiter. „Prima!“, rief sie und klatschte in die Hände. Die Mutter ging voraus. Marie folgte ihr. Draußen auf dem Hof stand niemand. „Ja, aber will sich denn niemand von mir verabschieden?“, fragte Marie erstaunt. „Nein, mein Liebling! Du weißt doch, dass alle sehr hart arbeiten müssen, und da hatten sie einfach keine Zeit mehr dir „Tschüss“ zu sagen!“, sagte ihr Vater. „Na dann! Bis bald, liebe Mutter und bis bald lieber Vater! Ich komme zurück!“, rief Marie, drehte sich um und ging mit sicheren Schritten auf den Wald zu, der zu den sieben Hecken führte.
Früher durfte sie ihn nie betreten, doch jetzt hatte sie die Möglichkeit dazu. Nachdem sie in dem Schatten der riesigen Bäume untergetaucht war, hörte sie aus weiter Ferne einen schreienden Menschen. Sie konnte ihn nicht ganz verstehen, aber ein paar Wortfetzen drangen an ihr Ohr: „Endlich...diese Hexe... nicht mehr da! Jetzt... in Frieden leben...!“, rief der Mann. In Gedanken setzte sie in die Lücken Wörter ein, damit der Satz einen Sinn ergab. Was dabei aber herauskam, wollte sie am liebsten sofort wieder vergessen: „Endlich ist Marie, diese Hexe nicht mehr da! Jetzt können wir in Frieden leben!“ Sie schluckte all ihre Tränen herunter. Warum haben sie das gemacht?? Ich dachte, Mama und Papa haben mich lieb! Aber jetzt? Was ist jetzt? Sie haben mich verraten. Sie glauben, ich wäre eine Hexe! Hexe! Hexe! HEXE!!! Marie war so traurig, das sie sich auf den Boden legte und zu weinen begann.
Nach einiger Zeit schlief sie ein und träumte von einer Familie, die sie über alles liebte und wo alle anderen genauso waren wie sie. Hexen. Erschrocken fuhr sie hoch. Sie hatte doch nicht etwa geträumt sie sei eine Hexe? Doch, hatte sie! Langsam stand Marie auf und blickte sich um. Sie stand eindeutig nicht mehr da, wo sie eingeschlafen war! Aber wo war sie dann? Ach genau! Meine Eltern haben mir doch mal erzählt, wenn man in diesem Wald einschläft, dann wacht man am anderen Ende wieder auf. Das müsste also heißen... dass ich mich in der Nähe der sieben Hecken befinde! Das ist doch super. Marie blickte sich um. Wohin sollte sie gehen? Überall waren nur Bäume. Gras, Sand und Krabbelkäfer. Doch halt! Direkt vor ihr ragte zwar ein großer Baum empor, aber dahinter stand eine kleine Hütte aus Lehmklumpen und Strohhalmen. Na nu!! Das ist ja sehr komisch!! Marie ging auf die Hütte zu und suchte nach einer Tür. Doch sie fand keine.
Zur gleichen Zeit stand Walburga Clementine Petersilie in der kleinen Hütte. Sie roch etwas Fremdes. Jemand schlich um ihre Hütte herum. Aber wer? Plötzlich klopfte jemand gegen eine Wand. „Hallo, ist da jemand? Ich habe bloß eine Frage!“, hörte sie eine Mädchenstimme rufen. Walburga hatte noch nie in ihrem Leben Besuch gehabt. Nicht, das sie es nicht wollte, aber die Menschen hatten Angst vor ihr. Doch dieses kleine Mädchen war mutig und sie wollte unbedingt, dass es blieb. Walburga wollte sie das Fürchten lehren, denn die nächste Vollmondnacht war schon bald. Schnell sprach sie die Worte: “Schubbi, dubbi, da, schnell ist meine Haustür da!“ Und schon befand sich an der Stelle, wo das Mädchen geklopft hatte, eine große Haustür.
„Komm doch herein!“, rief Walburga, so freundlich, wie es als Hexe eben ging. Die Tür wurde aufgestoßen und ein kleiner Mädchenkopf ragte dahinter hervor. So, mein kleines Püppchen, jetzt wirst du dich erschrecken und schnell wieder wegrennen, wie all die anderen, die mich noch nie sahen. Doch Marie schrie nicht oder rannte weg, sondern sie riss die Augen auf und staunte: „Du bist ja eine Hexe!“ Jetzt war Walburga es, die die Augen aufriss und staunte. „Ja! Hast du denn gar keine Angst vor mir?“, fragte sie dann. „Nein! wieso sollte ich denn? Die Leute im Dorf meinen doch alle, das ich auch eine Hexe bin. Dann sind wir ja eigentlich gleiche Wesen!“, rief Marie. Walburga starrte sie an. Doch dann erinnerte sie sich. Ach genau, ich hatte ja Lust wieder ein neues Gerücht in die Welt zu setzen. Und dieses Mädchen hatte es dann getroffen. Tja, ich bin wirklich gemein! Doch jetzt ist sie ja hier und wenn sie wirklich eine Hexe werden will, dann wird es mit Sicherheit nicht allzu schwer sein, sie davon zu überzeugen, Gerüchte in die Welt zu setzen.
Walburga lächelte. „Sag mal, möchtest du gerne eine richtige Hexe sein? So wie ich?“, fragte sie. „Au ja, das macht bestimmt Spaß!“, rief Marie und kam nun endlich komplett in die Hütte hinein. Die Tür verschwand sofort wieder. „Das ist schön! Also, dann setz dich doch! Ich habe dir eine Menge zu erklären.“, sagte Walburga Clementine Petersilie und zauberte einen Stuhl in die Mitte des kleinen Raumes. Marie setzte sich. Danach begann Walburga zu erzählen. Sie redete von ihrer Hütte, was sie für eine Hexe war, von dem großen, dicken Zauberbuch und noch von vielen anderen wichtigen Dingen aus ihrem Leben. Ab und zu rief Marie: “Ah!“ oder „Oh! oder aber auch „Meine Güte!“ Nachdem Walburga ihr alles erzählt hatte, außer natürlich das mit ihrem schwarzen, gusseisernen Ofen (denn der war durch und durch böse), hielt Marie sie für eine recht nette Hexe.
Doch Walburga war alles andere als nett. Schon das Wort alleine reichte aus, um in ihr einen Sturm von Feuer zu entfachen, so dass sie den ganzen Tag nur noch im Bett liegen konnte. Einmal hatte sie deswegen schon den Vollmond verpasst und es gab keine neuen Gerüchte. Deshalb hatte Walburga Clementine Petersilie sich auch eigentlich geschworen, nie wieder jemanden einzuladen, oder gar jemanden in ihre Hütte zu lassen, doch das hatte sie wohl während der vielen Jahre schon wieder vergessen. „Du bist eine sehr nette Hexe!“ sagte Marie da plötzlich. Komischerweise krampfte sich der Bauch von Walburga gar nicht zusammen und sie musste sich auch nicht ins Bett legen, wie sonst immer, wenn sie das schreckliche Wort nett hörte. Sie lächelte einfach. Sie war fröhlich und erstaunt, dass sie, Walburga Clementine Petersilie, gemocht wurde. Von einem Kind. Sonst hatten alle immer Angst und erzählten lauter Gruselgeschichten über sie, aber dieses Mädchen hatte keine Angst und das fand Walburga einfach toll.
Plötzlich hörte sie die alte Kirchturmglocke. Sie schlug einmal. Huch! Jetzt ist es aber Zeit mal wieder ein Gerücht zu kochen. Schon nachdem sie das dachte, klingelte es ein zweites Mal. Walburga zauberte schnell zwei Stühle um den Ofen, setzte sich auf den einen und gab Marie zu verstehen, dass sie doch zu ihr kommen sollte. Marie setzte sich. „Was machen wir denn jetzt?“, fragte Marie gespannt. „Psst...!“, antwortete Walburga und konzentrierte sich ganz auf die Kirchturmglocke. In Gedanken zählte sie mit: viermal, fünfmal, sechsmal. Schon sprach sie die Zauberformel: „Fluh, Fluh, Flah, die schlimmsten Gerüchte sind wieder da!“ Das sprach sie dreimal hintereinander. Dann kam aus dem großen Ofen ein weißer Rauch. Marie sah sich selber und viele Leute aus dem Dorf, die sie beschimpften. Dann sah sie Walburga, die vor ihrem Ofen hockte und dieses Gerücht in die Welt setzte. Sie glaubte nicht, was sie sah. Es war unheimlich und aufregend zugleich.
Marie wusste nicht, ob sie weinen oder lachen sollte, ob sie bleiben oder besser wegrennen sollte. Doch sie blieb und blickte weiterhin in den weißen Rauch. Nach einiger Zeit drehte sich Walburga zu ihr um und sagte: „So, jetzt weißt du, dass ich eine böse Hexe bin. Ich setze Gerüchte in die Welt, die einem Menschen schaden, bis er es nicht mehr aushält. Jetzt rennst du sicher weg und hast Angst, wie die anderen!“ Doch Marie hatte plötzlich Mitleid mit der einsamen Hexe und rief: „Aber nein! Man hat ja wohl gesehen, das du keine böse Hexe bist! Du hast mich doch lieb aufgenommen, eine böse Hexe hätte mich umgebracht. Aber du, nein, du bist eine wirklich nette Hexe und ich will genauso werden wie du! Die Menschen unten im Tal haben es ja auch nicht anders verdient. Sie beschimpfen jeden, der anders ist als sie. Ich finde, das mit den Gerüchten war gut und nicht böse. Du solltest weitermachen und ich würde mich freuen, wenn du mich als deinen Lehrling aufnehmen könntest, denn nach unten ins Dorf werde ich nie wieder gehen, da will mich eh` keiner haben!“ Marie sah Walburga fragend an. Walburga aber lachte, sie lachte so laut und ansteckend, dass Marie mitlachen musste. Erst nach langer Zeit hörten beide auf. „Natürlich darfst du bleiben. Ich bringe dir alles bei, was du wissen musst und dann machen wir dir abscheulichsten Gerüchte, die es je gab.“ Sie war wie verändert und zusammen hatten Marie und sie noch viel Spaß beim Gerüchte kochen!
Iman Al-Assad
Doch eines Tages….
...entschied sich Jemma, der bösen Hexe ein Ende zu setzen. Jemma war 12 Jahre alt und ein Waisenkind. Mit vielen anderen Kindern wohnte sie in einem großen, alten Haus. Außer den Kindern, wohnte Jemma auch mit einem 2-jährigen Schaf zusammen. Das Schaf trug den Namen Pete und war Jemmas bester Freund.
Im Dorf hatte sich herumgesprochen, das all die Gerüchte von Walburga Clementine Petersilie kamen. Darüber war die Hexe sehr verärgert. Sie rätselte lange, bis sie herausfand, dass ihre Schwester es im Dorf rumerzählt hatte. Christina Serafina Mandarina war eine supermoderne und nette Hexe, die nur Frieden auf der Welt wollte. Da Jemma und Pete die Hexe nicht ganz ungefährlich erschien, beschlossen sie, den alten Zauberer Hieronymus mitzunehmen. Er war ein guter Freund der beiden und tat normalerweise keiner Fliege etwas zuleide. Sie machten sich auf den Weg zu Walburga Clementines Hütte, jenseits der sieben wilden Hecken. Es war eine lange Reise.
„So, wir sind da. Dort hinten steht die Hütte, wenn man das so nennen kann.“ Die Hütte war schon ziemlich zerfallen. Das Dach bestand nur noch aus ein paar Balken, die mit Stroh bedeckt waren. „Wir haben genau 47 Stunden und 37 Minuten, 29 Sekunden gebraucht“, meinte Hieronymus stolz. Pete lief blökend umher. „Pete hat Recht. Wie kommen wir an die Hexe, oder noch besser, den Ofen ´ran?“ „Wie wär`s, wenn wir vielleicht einfach ´mal klopfen?“ „Tolle Idee, Hieronymus“, sagte Jemma mit Ironie in der Stimme. „Und was willst du sie dann fragen? Oder wenn sie dich fragt, was du willst? Was sagst du dann?“ „Die Wahrheit“, nuschelte Hieronymus verlegen. „Na gut, einen Versuch ist es wert.“ Sie gingen auf die Tür zu. „Wer klopft?“ fragte Hieronymus, der sich manchmal gewisse Dinge nicht traute.
„Wenn du dich nicht traust,“ Jemma klang verächtlich, „mache ich das.“ Sie klopfte dreimal an die Tür und nach einer Weile öffnete die Tür sich einen winzigen Spalt breit. Nun sah man eine knochige Hand und eine schlecht gelaunte Stimme ertönte. „Lassen Sie mich in Ruhe! Ich will nichts kaufen, guten Tag!“ Nun trat Hieronymus näher an die Tür und sagte laut und verständlich: „Aber meine liebe Frau Petersilie!“ Seine Stimme wechselte in schmalzig. Natürlich sind wir keine Staubsaugervertreter oder dergleichen. Wenn ich uns vorstellen dürfte: das ist die liebenswerte Jemma, mein Name lautet Hieronymus und unser bewollter Freund heißt Pete.“ „Trotzdem, heute ist Vollmond, kommt morgen wieder!“ und die Tür knallte zu.
Am Abend schlichen sich Jemma und Hieronymus auf das Dach. Hieronymus hatte es, nach ein paar Versuchen, geschafft, einen Kescher für Jemma zu zaubern. Sie hatte eine Idee. (Hexen hatte sie schon im Fernsehen gesehen.) Über dem Ofen war ein Holzbalken in den Schutz der Dunkelheit gehüllt. Dort hockten sie und warteten. Bevor die beiden aber auf das Dach geklettert waren, unterhielt sich Jemma noch einmal mit Pete, in ihrem Plan spielte er eine wichtige Rolle.
In der Hütte knisterte das Feuer und sie sahen, wie die Hexe verschiedene Kräuter und Anderes zusammenmischte. Nun trat sie mit einem blau brodelndem Getränk zum Kessel, sie schüttete es hinein und Buchstaben stiegen aus dem Kessel. Jemma sah, wie sich zwei “Fluh“ und ein “Flah“ bildeten. Als alle Buchstaben ihren Platz eingenommen hatten, fing die Kirchturmuhr an zu schlagen. Beim 1. Schlag stürmte Pete durch die Tür und die Hexe drehte sich erstaunt um. Nun fing Jemma mit dem Kescher blitzschnell das t aus den Gerüchten, gerade noch rechtzeitig, als die Hexe sich umdrehte und vorlas:
„Fluh. Fluh, Flah.
Die schlimmsten Gerüchte
sind wieder da!“
Der Ofen brodelte wild und die Hexe schrie: „Neiiiin! Wo ist mein t? Neiiiin!“
Seitdem konnte die Hexe keine Gerüchte, sondern nur eklige Gerüche kochen. Und im Zauberwald fragte man sich, warum es so stank.





