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Jede Menge Spaß im Haushalt – Aufräumen auf die lustige Art

Socken unter der Heizung, Playmo-Perücken und Ü-Ei Überraschungsbruchstücke in der Sofaritze und kleine bunte Teile überhaupt überall in der Wohnung. Aufräumen ist immer ein Thema in unserer Familie – vor allem für eine. Meine Kids verstehen gar nicht, was die ganze Aufregung immer soll und mein Partner versteht es prima, solche Probleme zu delegieren – an mich. „Warum erziehst Du die Kinder nicht mal ein bisschen?“ sagt er dann gerne, bevor er sich aufs Fahrrad setzt um dem Chaos einfach davon zu fahren. Ich bin selber kein Putzteufel und auch nicht das, was man die perfekte Hausfrau nennt, aber, nach einem anstrengenden Tag brauche ich ein bisschen Ruhe und Ordnung um mich herum. Man sagt ja, Kinder lieben eine strukturierte Umgebung und können mit kleinen Jobs schon ab vier bis fünf Jahren an das gemeinsame Aufräumen und ihre Mitverantwortung für den Haushalt herangeführt werden: Kleine Dienste wie Hilfe beim Tischdecken, Spülmaschine ausräumen und Müll heruntertragen schaffen auch Erstklässler, warum also nicht meine Kids, die ja schon die 4. und sechste Klasse besuchen?

 

Fakt ist, meine Söhne zeigen sich ziemlich resistent gegen alle freundlichen Versuche, sie zum Mithelfen zu bewegen. Im letzten Jahr, als es auf Weihnachten zuging, hatten wir mal eine Liste an der Küchentür befestigt, auf der lachende Smileys verteilt wurden – für gute Taten, wie Tisch abräumen, Legosteine einsammeln und ähnliches, und weinende, für die Verweigerung eben dieser kleinen Handgriffe, die in der Summe einen entscheidenden Einfluss darauf haben, ob man zu Hause noch wohnt oder ab und zu auch lebt. Für drei weinenden Smileys wurde ein Weihnachtsgeschenk gestrichen, für drei lachende gab es eine kleine Überraschung zusätzlich im Adventskalender. Das hat funktioniert, erstaunlich gut, Zuckerbrot und Peitsche, so einfach und so wirkungsvoll.

 

Leider gehört zum Verfolgen solcher probaten Strategien auch eine Menge zielgerichteter Energie und Disziplin, die ich nicht immer aufbringen kann und will. Die traurige Wahrheit ist, unter normalen Bedingungen, d. h. wenn ich die Arbeit nicht alleine tun will, so wie meistens, dann hilft nur Druck und zwar ordentlich. Taschengeldentzug, die Streichung versprochener Fahrten im „Elterntaxi“ oder einfach eine Mama, die so böse und ungemütlich ist, dass die Kinder es nicht aushalten können. Es gibt auch noch etwas, das hilft: die Ankündigung, dass die Oma zu Besuch kommt. Bei der nämlich sind sowohl das Outfit wie auch das Haus immer „Wie aus dem Ei gepellt“, und dass die nicht zufrieden ist mit dem Zustand unserer Wohnung, das leuchtet den Kindern sofort ein. Und sie bekommen dann auch Mitleid mit mir, denn: wer wird schon gerne geschimpft? Das sind die Tage, in denen wir einträchtig Seite an Seite arbeiten.

 

Kleiner Trost: es muss nicht so sein. Ich habe gehört, es gibt durchaus Familien, bei denen das alles super klappt mit dem Aufräumen. Wahrscheinlich die, in denen mehrere Mitglieder im ordnungsliebenden Sternzeichen der Jungfrau geboren sind. Ich selber kenne ein Kind, das schon im Gitterbettchen seine Sachen in ordentlichen Häufchen sortiert hat. Und dessen Mutter, selbst auch stets gut organisiert und keineswegs unsympathisch, hat mir einige gute Kniffe verraten:

 

10 Tipps für Eltern

 

• Aufräumen und Putzen bezeichnen nur wenige als ihre Lieblingsbeschäftigung, aber es gehört einfach dazu – und ob es als lästig empfunden wird, liegt auch an uns. Wenn wir darüber jammern, dass schon wieder aufgeräumt werden muss, oder wenn immer die liebe Mama - und sonst niemand - ständig hinter allen herräumt, werden die Kids auch nicht finden, dass Saubermachen Spaß machen kann und sich gerne daran gewöhnen, dass Putzen eben Mamas Job ist, ganz egal, was und wo sie sonst noch arbeitet.

Eltern sollten von Anfang an möglichst oft die Kinder dazu animieren, Ihnen dabei zu helfen – nicht nur im Kinderzimmer, damit es eine Gewohnheit wird wie Zähneputzen.

 

• Mit Musik geht alles besser! Bleiben Sie locker und machen Sie ruhig mal einen Spaß aus der Aktion. Statt mit drohendem Zeigefinger und gerunzelter Stirn (Vorsicht, macht alt!) dabei zu stehen und die Kids zu überwachen, lieber flotte Musik auflegen, während gemeinsam das Chaos beseitigt wird.

 

• Kinder mögen Wettspiele – warum nicht auch beim Aufräumen? Machen Sie ein Spielchen: Wer hat als erster zehn Sachen weggeräumt? Der Gewinner bekommt eine kleine Überraschung, so macht es noch mehr Spaß! Man kann auch würfeln um die Anzahl der Dinge, die weggeräumt werden, oder bestimmte Dinge mit dem Aufräumen verknüpfen: z. B. wenn aufgeräumt ist, dürft ihr eine Stunde an den Computer.

 

• Kochen ist cool, finden viele Kids, und helfen gerne mit, leckere Dinge zuzubereiten, die einfach zu machen sind und (nicht nur ihnen) schmecken. Dabei kann man ihnen ganz nebenbei zeigen, dass Aufräumen einfach dazugehört und von allen miterledigt wird; das erleichtert dann auch die Argumentation im Kinderzimmer.

 

• Um eine gute Ordnung möglich zu machen, sollte genügend Raum und praktische Dinge zum Verstauen der Sachen vorhanden sein. Gut ist ein System von Kisten, Körben, Schachteln oder Schubladen, in die das bunte Durcheinander jeden Abend hineinwandert und die dann ab und zu aussortiert und neu geordnet werden – das jeden Abend zu tun, ist einfach zu viel verlangt!

 

• Im Kinderzimmer sollte die Ordnungsliebe manchmal Grenzen haben: Haben die Kids in geduldiger und kreativer Kleinarbeit aus vielen Teilen ein bodendeckendes Haus oder anderes Gesamtkunstwerk errichtet, wäre es grausam, es gleich wieder kaputt zu machen. Für solche Situationen muss es Ausnahmen geben und vielleicht bestimmte Abmachungen, z. B. dass an einem bestimmten Wochentag das Zimmer gründlich geputzt werden und dafür dann alles frei geräumt werden muss.

 

• Die Häppchen-Methode: Wenn die Unordnung groß ist, wächst auch die Unlust, sich überhaupt damit zu beschäftigen. Teilen Sie anstehende Aufgaben in überschaubare und kleinere Einheiten ein. Jetzt kommt alle Wäsche in den Korb, morgen wird der Schreibtisch entmüllt, übermorgen sind die Stapel von Blättern und Schulsachen dran, etc. Wichtig hierbei: Überwachen, ob die Aufgaben auch wirklich erledigt wurden!

 

• Sorgt für ein entspannteres Klima: die Wühl-Ecke, ein kleiner Bereich im Kinderzimmer, der auch für die Aufräumwut der Eltern oder der Putzfrau tabu ist. Dort dürfen Sachen liegen bleiben und es darf unordentlich sein!

 

• Bevor Ihnen alles über den Kopf wächst: Ziehen Sie Grenzen und verteidigen Sie Ihr Reich. Auch tolerante Eltern haben das Recht auf eine spielzeugfreie Zone, die für tobende Kinder tabu ist – bei kleinen Wohnungen wenigstens ab einer bestimmten Uhrzeit. Gleichberechtigung muss sein!

 

• Bei älteren Kindern und Teenagern die ihr kreatives Chaos verteidigen, einige hygienische Mindeststandards festlegen, die wenigstens einmal pro Woche kontrolliert werden: dreckige Klamotten kommen in den Wäschekorb, Bananenschalen, angekrustete Teller oder leere Packungen in Küche oder Müll.

 






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Nachruf

Wir trauern um den Autor Benno Pludra. Wie die Familie des bekannten Schriftstellers bekannt gab, verstarb Pludra in der Nacht zum 27. August 2014 in einem Pflegeheim bei Potsdam, wo er die vergangenen vier Jahre gelebt hatte. Der Poet der Kinder, der Liebhaber des Meeres, der uns mit seinen Erzählungen von Wind und Wellen verzauberte, wäre am 1. Oktober 89 Jahre alt geworden.

Seit über einem halben Jahrhundert zählt Benno Pludra zu den wichtigsten und meist gelesenen Literaten der deutschen Kinderliteratur. Seine Geschichten bestechen durch schlichte, aber eindrucksvolle Charaktere, eine poetische Erzählweise und »sprachliche Meisterschaft« (Jurybegründung DJLP, 2004). Dass er sich in den Jahren der frühen DDR schnell zu einem der wichtigsten Kinderbuchautoren entwickelte, mag nicht zuletzt daran gelegen haben, dass er die Probleme von Kindern besonders ernst nahm und sie nicht belehrte. Er wünschte sich stets: »Die Kinder brauchen Literatur, die gut und stark macht und in der Humor nicht fehlt. [...] Die Kinder sollen lachen, aber auch nachdenken; der Autor darf sie nicht unterfordern.«

 

Sein Buch "Die Reise nach Sundevit" hat die moralischen Werte einer ganzen Kindergeneration geprägt.

 

 


Sehr witzig!

 

 

In der Schule sind zwei Garderobenhaken angebracht worden.
Darüber ein Schild: "Nur für Lehrer!"
Am nächsten Tag klebt ein Zettel darunter:
"und für Mäntel!"

 

 

 

 

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