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Kidslife-Magazin · Leben mit Kindern

Endlich Frühling – Spielideen

Dem Frühling auf der Spur

Sehen, Hören und Fühlen – Spielideen, die die Sinne anregen

Naturforscher

Bewaffnet mit einer Becherlupe, einem Feldstecher, einem Notizbuch und am besten auch noch mit einer Digitalkamera mit Makrofunktion wird die ganze Familie zum Forscherteam – und der Sonntagsspaziergang zur spannenden Exkursion. Mit der Becherlupe kann man Marienkäfer, Grashüpfer, Regenwürmer oder Spinnen ganz genau betrachten, ohne sie zu verletzen. Sie werden staunen, was für faszinierende Wesen sich in Wald und Wiesen tummeln. Mindestens so interessant wie im Fantasy-Spiel. Und mit dem Feldstecher lassen sich prima heimische Vögel kennen lernen. Vögel zu beobachten erfordert keine teure Ausrüstung. Wichtiger ist es, eine Portion Geduld mitzubringen. Wer Vögel nicht nur beobachten, sondern auch herausfinden möchte, um welche Arten es sich handelt, findet im Buchhandel zahlreiche Bestimmungsbücher. Und natürlich werden alle Endeckungen im Notizbuch dokumentiert, denn am Abend gibt es einen „Forscherpreis“ für den besten Nachwuchswissenschaftler.

Bäumchen, wechsle dich

Ein Klassiker unter den Spielen im Freien – und ideal für einen entspannten Nachmittag im Stadtpark: Um sich das Eis im Parkcafé zu verdienen, stellt sich jeder Spieler vor einen Baum. Nur einer bleibt in der Mitte stehen und lässt die anderen nicht aus den Augen. Ruft der Spieler in der Mitte laut „Bäumchen, wechsle dich!“, wechseln alle Spieler ihre Bäume. Der Spieler in der Mitte versucht durch schnelles Hinlaufen, einen Baum zu ergattern. Hat er es geschafft, ist ein anderer Spieler ohne Baum und das Spiel beginnt von vorne.

Durch Bäche und über Wipfel

Eine tolle und obendrein gesunde Sache für Eltern, die mal ganz ungestört laufen wollen, während die Kinder sich ganz ohne ihr aktives Zutun prächtig amüsieren sind Barfußpfade und -parks. Wie fühlt es sich an, über Rindenmulch, Kieselsteine, Tannenzapfen und Holzstücke zu laufen, mit bloßen Füßen in ein Lehmbecken einzutauchen oder einen Bach zu durchqueren? Oder wandern Sie doch mal über statt durch den Wald. „Baumwipfelpfade“ eröffnen ganz neue Aussichten. Ganz abenteuerlich, aber völlig ungefährdet wandern Sie in luftigen Höhen auf Stegen über den Wald und erfahren ganz nebenbei eine Menge über Flora und Fauna.

Mehr Infos:
www.barfusspark.info
www.biosphaerenhaus.de
www.deutsche-wein-strasse.de
www.nationalpark-hainich.de

Schatzsucher

Wenn es am Ende einen Schatz zu finden gibt, legen selbst träge und fußfaule Kinder ohne zu murren erstaunlich lange Wege zurück. Packen Sie ein paar kleine Überraschungen –Süßigkeiten, Luftballons, Seifenblasen oder Murmeln in einen Schuhkarton, der in Gold- oder Alufolie gewickelt wird. Dieser „Schatz“ wird dann gegen Ende der Wanderung ganz unauffällig versteckt. Besonders viel Spaß macht es, wenn es Ihnen gelingt, überall auf der Strecke kleine Hinweise anzubringen –Zeichen aus Kreide an den Bäumen, Pfeile aus Zweigen oder Steinen.

Katz und Maus

Dieses Spiel eignet sich auch gut für eine Kinderparty: ein Kind spielt die Katze, ein anderes die Maus. Alle anderen setzen sich in einer Reihe nebeneinander. Die Katze jagt die Maus um diese Reihe herum und versucht sie zu fangen. Gelingt es ihr, wird sie zur Katze. Die Maus kann ein Kind aus der Reihe, dasgerade wegschaut, auf die Schulter klopfen und es zur Maus machen.

Blütensammler

Etwas für Romantiker und Gemütsmenschen: ein Frühlingsspaziergang, bei dem man mit einem Korb durch Felder und Wiesen wandert, um bunte Blüten zu suchen. Sie werden sich wundern, wie viele Blütenformen es gibt. Glockenförmige Blüten wie z. B. Tulpen, sternförmige Blüten wie Lilien, Blütendolden, kugelförmige Blüten, Blütenrosetten und Miniblüten wie z. B. beim Steinkraut. Fragen Sie die Kinder, wieviele verschiedene Blütenformen sie gefunden haben. Zu Hause werden die Blüten zwischen zwei Löschpapierblättern in den Seiten eines dicken Buches gepresst. (weitere Bücher zum Beschweren obendrauflegen). Flache Blüten wie z. B. Stiefmütterchen eignen sich zum Pressen am besten. Mit den gepressten Blüten lassen sich viele schöne Dinge gestalten: Karten, Lesezeichen oder Bilder ergeben hübsche Geschenke für Freunde und Verwandte.

Fischer, welche Fahne weht?

Ein Kind spielt den Fischer und stellt sich auf eine Seite des Feldes. Die anderen Kinder stehen auf der gegenüber liegenden Seite und fragen den Fischer: Fischer welche Fahne weht heute? Der Fischer antwortet dann z. B. Rot. Derjenige, in dessen Kleidung diese Farbe vorkommt, darf nun zum Fischer gehen und ihm bei seinem Fischfang helfen. Die anderen müssen dann auf ein Startzeichen zur Seite des Fischers hinüberlaufen. Der Gehilfe des Fischers versucht nun, ein oder mehrere Kinder zu fangen. Jene Kinder, die er gefangen hat, versuchen ihm beim nächsten Mal zu helfen, auch die anderen noch zu erwischen. Sieger ist das Kind, das als letztes übrigbleibt.

Gemeinsam mit Freunden machen Aktionen im Freien den Kindern noch mehr Spaß. Wie wäre es zum Beispiel mit einer zünftigen Waldrallye oder mit einem abenteuerlichen „Naturgeburtstag“? Viele Aktionen mit Kindern organisieren Nabu oder BUND, aber auch örtliche Forstvereine haben reizvolle Angebote vorbereitet. Aktuelle Informationen finden Sie im Internet:

Mehr Infos:
www.nabu.de
www.bund.net
www.treffpunktwald.de
www.naturdetektive.de
www.naturgeburtstag.de

Wahrnehmungsspiele

Sich selbst, die anderen und die Umwelt bewusst zu erleben, darum geht es in diesen Spielen. Die mitspielenden Kinder (oder Erwachsenen) werden angeregt, über sich und über viele bekannte Sachverhalte neu nachzudenken. Wahrnehmungsspiele lassen sich gut im Wald und in der freien Natur spielen, am Wochenende auch mal verbunden mit einer Naturrallye.

Flaschen werfen

Ein Spiel für den Garten. Jedes Kind bekommt eine 1,5 l Plastikflasche und darf sie mit Wasser füllen. Die Flaschen werden abgetrocknet und anschließend malen die Kinder mit Folienstift auf ihre Flasche ein Zeichen oder einen farbigen Punkt. Die gefüllten Flaschen werden in einer Reihe nebeneinander aufgestellt. Die Kinder versuchen nun, die Flaschen der anderen mit Softbällen zu treffen und umzuwerfen. Ist eine Flasche getroffen und umgekippt, läuft ihr Besitzer schnell los, um das Wasser in der Flasche zu retten. Wer zum Schluss das meiste Wasser in seiner Flasche behielt, ist Sieger.

Singende Bäume

Die Kinder werden in zwei gleich große Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe stellt die Bäume dar und verteilt sich auf einer Wiese, so dass der Abstand zwischen den „Bäumen“ nicht mehr als zwei Meter beträgt. Die zweite Gruppe versucht nun, mit verbundenen Augen von einer Seite des Wiesenstücks zur anderen zu kommen, ohne an die Bäume zu stoßen. Die „Bäume“ machen sich durch Geräusche bemerkbar. Ziel dieses Spiels, bei dem es keinen Sieger gibt, ist

Geruchsmemory

In jeweils zwei Filmdöschen oder Joghurtbechern wird dasselbe Material gegeben, z. B. Joghurt, Marmelade, Olivenöl, Erdnussmus, Handcreme, Zahncreme – man muss es gut erschnuppern können. Anschließend werden die Dosen bzw. Becher verschlossen und durcheinander gestellt. Durch Löcher im Deckel müssen nun die Dosen mit gleichem Inhalt wieder zugeordnet werden. Sinnvollerweise sollten die Dosen zuvor alle am Boden nummeriert werden, um die Nummernpaare zu notieren.

Naturmemory

Ein Kind sammelt draußen, im Garten oder auf einer Wiese oder Waldlichtung, beim Spazierengehen, zehn verschiedene Gegenstände (Steine, Tannenzapfen, Eicheln etc.). Die anderen Mitspieler dürfen davon jedoch nichts mitbekommen! Die Gegenstände werden auf dem Boden ausgebreitet und mit einem mitgebrachten Tuch verdeckt. Die Mitspieler bekommen dann kurz die Gelegenheit, die Dinge zu sehen und zu betrachten und haben dann fünf Minuten Zeit, die gleichen Dinge in der Umgebung zu suchen. Wer zuerst alle gefunden hat, hat gewonnen.

Dreibein-Fussball

Bei diesem Spiel gibt es zwei Mannschaften mit je mindestens zwei Spielern, aber keinen Torwart. Je zwei Spieler werden mit dem linken oder rechten Fuß zusammengebunden (drei Beine). Auf diese Weise müssen sie versuchen, sich fortzubewegen und den Ball im gegnerischen Tor unterzubringen. Jeder spielt gegen jeden. Wer die meisten Tore hat, ist Sieger.

Waldgeräusche

Trauen Sie nicht nur ihren Augen. Dieses Spiel macht einen Waldspaziergang mit mehreren Kindern und Erwachsenen zu einem ganz neuen Erlebnis. Alle Teilnehmer verteilen sich im Wald mit jeweils ca. 50 Meter Abstand zu den anderen. Nun muss jeder Teilnehmer alle wahrnehmbaren Geräusche im Wald aufschreiben. Anschließend wird ausgewertet, welche Geräusche gehört wurden und welche übereinstimmend wahrgenommen werden konnten.

Siamesische Zwillinge

Dieses Spiel für mindestens vier Kinder trainiert die Bewegungskoordination und es hilft, Partnerschaft zu spüren und auf andere reagieren zu lernen. Je zwei Kinder klemmen einen Luftballon, einen Stift oder auch einen Bierdeckel zwischen sich. Der Gegenstand kann mit der Stirn, der Handaußenfläche, dem Bauch, den Knien etc. gehalten werden. Beide versuchen nun, sich zu bewegen, ohne dass der Gegenstand herunterfällt. (Musik macht das Ganze noch lustiger.)

Förderband

Mindestens vier Kinder liegen alle eng nebeneinander auf dem Boden. Ein Kind legt sich quer über die Gruppe. Das Förderband startet, indem alle nebeneinander liegenden Kinder in eine Richtung rollen und dadurch das quer liegende Kind „befördern“.