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Was sich liebt, das neckt sich …

Geschwister – eine lebenslange Beziehung

Von Heike Byn

 

 

„Blöde Zicke“, „Nervensäge“ – geliebter Bruder, liebste Schwester. Geschwistern kann man nicht entkommen. Sie sind Sparring-Partner und Verbündete im Soziallabor Familie. Alles über eine Beziehung, die fit macht fürs Leben.

 

Hänsel und Gretel. Brüderchen und Schwesterchen. Schneeweißchen und Rosenrot. In den Märchen der Gebrüder Grimm sind Geschwister starke Teams, die Hand in Hand Hexen, Stiefmüttern und Riesen trotzen. Die Realität im Kinderzimmer sieht meist viel weniger märchenhaft aus: Da werden Spielzeuge verschleppt, Zimmertüren geknallt, an Haaren gerissen und Beine gestellt. Und über allem liegt ein Klangteppich aus Gebrüll und Geheule.

Andererseits: Geschwister lernen in der Kindheit so intensiv wie später nie mehr im Leben, sich zu streiten und wieder zu vertragen. Da sie nicht voneinander loskommen, müssen sie Kompromisse suchen. Schon im Kindergarten haben es Geschwister-Kinder leichter, aber auch später - in der Liebe, bei Freundschaften oder im Beruf. Kinder, die mit einem Bruder oder einer Schwester aufwachsen, bekommen in der Schule sogar oft die besten Noten.

Geschwister geben einander Stärke. Sie trösten und beschützen sich gegenseitig und schmieden Allianzen gegen ihre Eltern. Vor allem wenn die Eltern sehr streng oder übermäßig behütend sind, können Schwester oder Bruder die Härte oder Über-Fürsorge abmildern. Ein echtes Vertrauensverhältnis zwischen Geschwistern wächst aber nur, wenn Eltern sich im Alltag und beim Streiten nur so wenig wie nötig einmischen. Und die natürliche Rivalität nicht noch verstärken, indem sie die Kinder ständig miteinander vergleichen, eines bevorzugen oder benachteiligen oder von einem deutlich mehr verlangen als vom anderen.

 

Geschwisterzoff macht fit fürs Leben

„Beim Streiten und Vertragen üben Kinder wichtige soziale Fähigkeiten, die sie im späteren Leben brauchen“, erklärt Hartmut Kasten, Entwicklungspsychologe an der Universität München. Denn anders als Partner oder Freunde kann man sich Brüder oder Schwestern nicht aussuchen und lernt jeden Tag neu, Konflikte mit ihnen auszutragen. Ein ebenso intensiver wie lautstarker Prozess: Drei- bis Siebenjährige streiten drei- bis fünf Mal pro Stunde, so eine Studie der University of Illinois. Zwei- bis vierjährige Geschwister geraten sogar alle zehn Minuten aneinander. Da brauchen die Eltern ein dickes Fell: „Sie sollten sich aber, außer wenn es wirklich gefährlich oder handgreiflich wird, möglichst heraushalten und nicht Partei ergreifen“, rät Psychologe Kasten.

 

Wie stark prägen uns Geschwister?

Die Geschwisterbeziehung ist die längste Beziehung unseres Lebens und prägt unser Wesen stärker als vieles andere. Freunde, Partner, sogar die Berufswahl, kann durch Brüder oder Schwestern beeinflusst sein. Eltern sterben, Partner kommen und gehen. Geschwister bleiben. Irgendeine Beziehung hat man immer zu ihnen. Auch wenn der Kontakt abgebrochen ist – sie sind selbst in der Abwesenheit noch präsent.

Das Ringen um Zeit, Aufmerksamkeit und Liebe der Eltern prägt auch die Persönlichkeit. Vieles hängt dabei vom Rahmen ab, den die Eltern setzen. So sind Geschwister, von denen jedes eine sichere Bindung an die Mutter hat, untereinander anhänglicher. Dass es Mama und Papa selten gelingt, Zeit und Aufmerksamkeit auf alle Kinder völlig gleich zu verteilen, weiß auch Psychologe Kasten: „Das ist normal. Aber sie sollten versuchen, gerecht zu sein. Es darf nicht immer einer zu kurz kommen!“ Die meisten Eltern haben dennoch – vielleicht sogar unbewusst – ein Lieblingskind. Weit über die Hälfte der Mütter und Väter bevorzugen ein Kind, meist das älteste. Hartmut Kasten warnt Eltern auch davor, Geschwister miteinander zu vergleichen: „Das schürt nur Eifersucht.“ Schulnoten, sportliche Erfolge oder Kreativität sollten nicht in Bezug zu den Bestleistungen der Geschwister, sondern immer nur zur eigenen Leistung gesetzt werden. Es ist unsinnig, wenn Eltern dem Nachwuchs Stempel aufdrücken wie „unser Witzbold“ oder „unser Sensibelchen“ und sie damit in enge Schubladen zwängen.

 

Verstehen ohne viele Worte

Die besondere Beziehung zwischen Geschwistern entsteht langsam. Geschwisterliebe kann man nicht voraussetzen, sie entwickelt sich mit der Zeit. Eltern können das unterstützen und fördern. So kann das Erstgeborene kleine Hilfsdienste fürs neue Baby übernehmen: Windeln anreichen, Flasche geben, eincremen. So festigt man die Geschwisterbindung und stärkt das Selbstwertgefühl des älteren Kindes. Bereits wenn das jüngere Kind etwa 3 Jahre alt ist, ist die Geschwisterbindung schon recht stark und von den Eltern losgelöst. Nach einer Weile entsteht das Gefühl, dass man sich auf seine Geschwister verlassen kann, sie einem helfen. Geschwister bringen sich sogar untereinander Lesen, Rechnen oder Radfahren bei.

Die gemeinsame Erziehung, dieselbe Familie und das familiäre Umfeld sorgen dafür, dass sich Geschwister ähnlich werden und erklärt, warum sie sich oft sehr nahe stehen. Da sie in vielen Situationen über gleiche Anschauungen verfügen und eine ähnliche seelische Entwicklung durchlaufen haben, verstehen sie sich auch ohne Worte. Die Wertvorstellungen eines Bruders oder einer Schwester können ebenso wie die der Eltern bei der Entstehung von Moral-Vorstellungen und Weltanschauungen beteiligt sein. Während die Konflikte mit den Jahren weniger werden, bleibt die Vertrautheit, die Geschwister während Kindheit und Jugend erworben haben.

 

So ähnlich, und doch so verschieden

Doch bei allen Parallelen sind Geschwister immer noch einmalige Wesen, deren Unterschiedlichkeit durch die besonderen Geschwister-Konstellationen und das Geschlecht zutage treten. Kinderpsychologen sind sich darin einig, dass die Mittelkinder – also weder die Erstgeborenen, noch die Nesthäkchen – überdurchschnittlich oft Probleme bereiten. Diese „Sandwichkinder“ gelten als aggressiv, in sozialen Kontakten eigenwillig, weil sie nicht so viel Aufmerksamkeit bekommen wie die Erstgeborenen. Ihnen schenkt man aber auch deshalb nicht so viel Beachtung, weil es noch ein kleineres Kind gibt, das Nesthäkchen.

Unter Schwestern ist die Nähe größer, denn sie verbringen viel Zeit miteinander und fühlen sich einander ähnlich. Am stabilsten ist die Kombination aus älterem Bruder und kleinerer Schwester. Experte Kasten: „Der ältere Bruder ist bestimmend, nimmt die Schwester aber auch in Schutz.“ Eine reine Bruderschaft zeigt in der Regel eher typisch männliches Verhalten, ist durchsetzungsfähig und draufgängerisch. Es wird gerauft, getobt und gekickt.

 






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