Verlässlich mobil – Tipps für die Handynutzung von Kindern
Das Mobiltelefon gibt Sicherheit. Beispielsweise können Kinder und
Jugendliche in Notfällen ihre Eltern erreichen. Ab welchem Alter aber ist
es sinnvoll, den Nachwuchs mit einem eigenen Mobiltelefon auszustatten?
Wenn die jungen Nutzer lernen, das Gerät verantwortungsbewusst zu
verwenden, können die Eltern unbesorgt sein. Hier finden Sie die
wichtigsten Fakten und Tipps.
Was ist, wenn eine Schulstunde überraschend ausfällt? Oder wenn am Morgen der Bus nicht kommt? In solchen Situationen ist es beruhigend, wenn ein Kind mit dem Handy zuhause anrufen kann. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von TNS Emnid. Etwa 90 Prozent der Eltern, deren Kinder ein Mobiltelefon besitzen, wollen demnach jederzeit für ihr Kind erreichbar sein. Und zwar mit gutem Grund: Mehr als 60 Prozent der befragten Väter und Mütter sind von ihrem Kind schon mal in einer Notfallsituation angerufen worden.
Ein Handy ist deshalb in vielen Schulranzen zu finden. 61 Prozent der Schulkinder unter 18 Jahren besitzen ein eigenes Telefon. Bei den 15- bis 18-Jährigen haben laut TNS Emnid sogar 97 Prozent ein Handy. Meist telefonieren die Kinder oder schicken sich SMS und MMS. Doch auch Spielen, Fotos oder Videos machen und verschicken gehören zu den mobilen Lieblingsbeschäftigungen. Bei Eltern läuten dann oft die Alarmglocken: Sie befürchten, dass gerade solche Aktivitäten aus dem Ruder laufen könnten, nicht nur finanziell.
Handynutzung trainieren
Deshalb legen die meisten Eltern großen Wert darauf, ihren Kindern einen
verantwortungsvollen Umgang mit dem Handy beizubringen. Fast drei Viertel der von TNS Emnid befragten Mütter und Väter bespricht mit den Kindern klare Regeln für die Handynutzung. Ein Verhalten, das auch das Informationszentrum Mobilfunk e.V (IZMF) empfiehlt. „Wir raten, feste Vereinbarungen zu treffen“, so IZMFGeschäftsführerin Dagmar Wiebusch. Dazu gehöre auch, Zeiten festzulegen, in denen das Handy ausgeschaltet sein muss – während der Schularbeiten oder beim Essen beispielsweise. „Unser Anliegen ist es, Eltern und Pädagogen bei der Vermittlung von Medienkompetenz zu unterstützen“, so Wiebusch. Unter anderem kooperiert das IZMF mit dem Deutschen Kinderschutzbund (DKSB) e.V. bei dem Projekt „Wege aus dem Mediendschungel“. Die angebotenen Schulungen für Eltern und Pädagogen widmen sich auch dem verantwortungsbewussten Umgang von Jugendlichen mit Handys.
Gesunder Umgang mit Mobiltelefonen
Viele Eltern sind zudem besorgt, ob Handynutzung gesundheitliche
Beeinträchtigungen für ihre Kinder mit sich bringen kann. Häufig sind sie durch
beunruhigende Meldungen über elektromagnetische Felder verunsichert. Antwort gibt hier die deutsche Strahlenschutzkommission (SSK): Auf Basis der vorliegenden wissenschaftlichen Studienergebnisse hat sie im Jahr 2006 festgestellt, dass nach derzeitigem Wissensstand Kinder und Jugendliche durch die Hochfrequenzfelder von Mobiltelefonen nicht gefährdet sind. Dennoch empfiehlt die Strahlenschutzkommission gebräuchliche Vorsorgeregeln für die Handynutzung, um vermeidbare Expositionen zu verringern.
Das stellt auch ein im August veröffentlichter Bericht der Internationalen
Kommission zum Schutz vor nicht-ionisierender Strahlung (ICNIRP) fest: Laut
ICNIRP konnten die vorliegenden Studien bei Kindern keine größere Empfindlichkeit als bei Erwachsenen feststellen. Allerdings sei die Datenlage für eine abschließende Bewertung unzureichend. „Derzeit laufen einige Untersuchungen wie die von der WHO gestartete Studie ‚Mobi-Kids’, die weitere Klarheit bringen werden“, so Dagmar Wiebusch.
Tipps für die Handynutzung – so sind Kinder auf der sicheren Seite
Grundsätzlich gilt: Telefonieren mit dem Mobiltelefon schadet nach heutigem Wissensstand nicht. Trotzdem können Kinder und Jugendliche einige Maßnahmen beachten:
- Achte auf guten Empfang: Dann ist die Sendeleistung – und damit die
Strahlung – des Handys niedriger.
- Telefoniere mit einem Headset: Die Stärke des elektromagnetischen
Feldes nimmt mit Entfernung der Antenne vom Kopf schnell ab.
- Fasse dich kurz: Falls du doch etwas länger mit deinen Freunden plaudern
möchtest, solltest du das Festnetztelefon benutzen.
- Schreiben statt Reden: Wenn es möglich ist, schicke eine SMS statt
anzurufen. Beim Versenden von SMS oder MMS hat man das Telefon nicht
direkt am Körper, der dadurch einem kleineren elektromagnetischen Feld
ausgesetzt ist.
- Halte das Handy nicht gleich ans Ohr: Während des
Verbindungsaufbaus ist die Sendeleistung am stärksten. Warte also ab, bis
sich der Anrufer meldet und nimm das Handy erst dann ans Ohr.
- Schalte das Handy auch mal aus: Gerade nachts muss das Telefon nicht
angeschaltet sein. Falls doch, leg es nicht direkt neben dein Bett.
- Frag beim Kauf eines Handys nach dem SAR-Wert: Er zeigt die
maximale Sendeleistung des Geräts an. Der Wert darf in Deutschland nicht
über 2 W/kg. Informationen über die SAR-Werte der aktuellen
Handymodelle gibt es unter www.izmf.de.
Weitere Informationen gibt es unter:
-
www.schulprojekt-mobilfunk.de: Die vom Informationszentrum
Mobilfunk zur Verfügung gestellten Unterrichtsmaterialien behandeln die
Auswirkungen mobiler Kommunikation auf Gesellschaft, Umwelt, Technik
und Sprache.
-
www.medien-dschungel.de: Auf der Internetseite finden Sie
Informationen zu Fragen der Medienerziehung sowie das aktuelle
Kursangebot zu den Elternkursen „Wege aus dem Mediendschungel“.
-
www.izmf.de: Im Servicebereich steht die Broschüre „Mobilfunk und
Gesundheit – Eine Information für Eltern“ zum kostenlosen Download bereit.
Das Informationsheft wurde von der Kinderumwelt gGmbH – der
umweltmedizinischen Beratungsstelle beim Dachverband der Kinderärzte –
zusammen mit dem Informationszentrum Mobilfunk erarbeitet.
Über das IZMF:
Das Informationszentrum Mobilfunk (IZMF) ist Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger, Medien sowie öffentliche und private Einrichtungen zum Thema mobile Kommunikation. Es ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein, der von den Mobilfunknetzbetreibern gegründet wurde. Weitere Infos zum Thema Mobilfunk bietet das IZMF unter der kostenlosen Hotline 0800/330 31 33 oder unter www.izmf.de.
Kontakt:
Informationszentrum Mobilfunk e. V.
Una Großmann
Pressesprecherin
Hegelplatz 1, 10117 Berlin
Fon: + 49 (0) 30 / 209 1698 - 0
Fax: + 49 (0) 30 / 209 1698 - 11
Hotline: + 49 (0) 800 / 330 31 33
E-Mail: info@izmf.de
Internet: www.izmf.de
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Inklusion, ja bitte! Aber wie?
HOFGEISMAR. Behinderte und nichtbehinderte Kinder sollen künftig gemeinsam unterrichtet werden. Deshalb widmet sich dem Thema Inklusion, der Einbeziehung aller Kinder in der Schule, eine Tagung der Evangelischen Akademie Hofgeismar. Von Freitag, 9. März, bis Samstag, 10. März, wird unter dem Titel „Praxis Inklusion! Anforderungen zur Umsetzung von Teilhabe und Inklusion in der Schule“ diskutiert, wie dieses Recht, das eine UN-Richtlinie festschreibt, im Schulalltag umgesetzt werden kann. Erziehungswissenschaftler und Schulpraktiker zeigen auf, was Lehrkräfte und Eltern beachten müssen, wenn künftig Schulen alle Kinder integrieren sollen. Anmeldung und Information bei der
Evangelischen Akademie Hofgeismar,
Tel. 05671/881-0 und
unter
www.akademie-hofgeismar.de.
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Sehr witzig!
Stolz sitzt der frisch ernannte Abteilungsleiter in seinem neu eingerichteten Büro.
Als ein junger Mann sein Büro betritt, greift er zum Telefon:
"Aber ja Herr Direktor, wirklich ein reizender Abend gestern bei Ihnen Herr Direktor, aber ja, bis dann".
Er hängt wieder ein, wendet sich an den Besucher: "Was kann ich für Sie tun?"
"Nichts, ich will nur das Telefon anschließen!"
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