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Kidslife-Magazin · Leben mit Kindern

Aufräumen auf lustige Art – 10 Tipps für Eltern

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Foto: Pixabay

Socken unter der Heizung, Playmo-Perücken und Ü-Ei Überraschungsbruchstücke in der Sofaritze und kleine bunte Teile überall in der Wohnung – Aufräumen ist immer ein Thema in unserer Familie – vor allem für mich!

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Meine Kids verstehen gar nicht, was die ganze Aufregung immer soll und mein Partner versteht es prima, solche Probleme zu delegieren – an mich. „Warum erziehst Du die Kinder nicht mal ein bisschen?“ sagt er dann gerne, bevor er sich aufs Fahrrad setzt um dem Chaos einfach davon zu fahren. Ich bin selber kein Putzteufel und auch nicht das, was man die perfekte Hausfrau nennt. Aber nach einem anstrengenden Tag brauche ich ein bisschen Ruhe und Ordnung um mich herum. Man sagt ja, Kinder lieben eine strukturierte Umgebung und können mit kleinen Jobs schon ab vier bis fünf Jahren an das gemeinsame Aufräumen und ihre Mitverantwortung für den Haushalt herangeführt werden. Kleine Dienste wie Hilfe beim Tischdecken, Spülmaschine ausräumen und Müll heruntertragen schaffen auch Erstklässler, warum also nicht meine Kinder, die ja schon die 4. und 6. Klasse besuchen?

Fakt ist, meine Söhne zeigen sich ziemlich resistent gegen alle freundlichen Versuche, sie zum Mithelfen zu bewegen. Im letzten Jahr, als es auf Weihnachten zuging, hatten wir mal eine Liste an der Küchentür befestigt, auf der Icons verteilt wurden. Lachende für gute Taten, wie Tisch abräumen, Legosteine einsammeln und ähnliches. Weinende für die Verweigerung eben dieser kleinen Handgriffe, die in der Summe einen entscheidenden Einfluss darauf haben, ob man zu Hause noch wohnt oder ab und zu auch lebt. Für drei weinende Icons wurde ein Weihnachtsgeschenk gestrichen, für drei lachende gab es eine kleine Überraschung zusätzlich im Adventskalender. Das hat funktioniert, erstaunlich gut, Zuckerbrot und Peitsche, so einfach und so wirkungsvoll.

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Leider gehört zum Verfolgen solcher probaten Strategien auch eine Menge zielgerichteter Energie und Disziplin, die ich nicht immer aufbringen kann und will. Die traurige Wahrheit ist, unter normalen Bedingungen, d. h. wenn ich die Arbeit nicht alleine tun will, so wie meistens, hilft nur Druck und zwar ordentlich. Taschengeldentzug, die Streichung versprochener Fahrten im „Elterntaxi“ oder einfach eine Mama, die so böse und ungemütlich ist, dass die Kinder es nicht aushalten können. Es gibt noch etwas, das hilft: die Ankündigung, dass die Oma zu Besuch kommt. Bei der nämlich sind sowohl das Outfit wie auch das Haus immer „Wie aus dem Ei gepellt“, und dass die nicht zufrieden ist mit dem Zustand unserer Wohnung, das leuchtet den Kindern sofort ein. Und sie bekommen dann auch Mitleid mit mir, denn: wer wird schon gerne geschimpft? Das sind die Tage, in denen wir einträchtig Seite an Seite arbeiten.

Kleiner Trost: es muss nicht so sein. Ich habe gehört, es gibt durchaus Familien, bei denen das alles super klappt mit dem Aufräumen. Wahrscheinlich die, in denen mehrere Mitglieder im ordnungsliebenden Sternzeichen der Jungfrau geboren wurden. Ich selbst kenne ein Kind, das schon im Gitterbettchen seine Sachen in ordentlichen Häufchen sortiert hat. Und dessen Mutter, selbst auch stets gut organisiert und keineswegs unsympathisch, hat mir einige gute Kniffe verraten:

10 Tipps für Eltern

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Aufräumen ist wie Zähne putzen

Aufräumen und Putzen bezeichnen nur wenige als ihre Lieblingsbeschäftigung, aber es gehört einfach dazu – und ob es als lästig empfunden wird, liegt auch an uns. Wenn wir darüber jammern, dass schon wieder aufgeräumt werden muss, oder wenn immer die liebe Mama – und sonst niemand – ständig hinter allen herräumt, werden die Kids auch nicht finden, dass Saubermachen Spaß machen kann und sich gerne daran gewöhnen, dass Putzen eben Mamas Job ist, ganz egal, was und wo sie sonst noch arbeitet Eltern sollten von Anfang an möglichst oft die Kinder dazu animieren, Ihnen dabei zu helfen – nicht nur im Kinderzimmer, damit es eine Gewohnheit wird wie Zähneputzen.

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Mit Musik geht alles besser!

Bleiben Sie locker und machen Sie ruhig mal einen Spaß aus der Aktion. Statt mit drohendem Zeigefinger und gerunzelter Stirn (Vorsicht, macht alt!) dabei zu stehen und die Kids zu überwachen, lieber flotte Musik auflegen, während gemeinsam das Chaos beseitigt wird.

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Kinder mögen Wettspiele – warum nicht auch beim Aufräumen?

Machen Sie ein Spielchen: Wer hat als erster zehn Sachen weggeräumt? Der Gewinner bekommt eine kleine Überraschung, so macht es noch mehr Spaß! Man kann auch würfeln um die Anzahl der Dinge, die weggeräumt werden, oder bestimmte Dinge mit dem Aufräumen verknüpfen: z. B. wenn aufgeräumt ist, dürft ihr eine Stunde an den Computer.

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Kleines Training in der Küche

Kochen ist cool, finden viele Kids, und helfen gerne mit, leckere Dinge zuzubereiten, die einfach zu machen sind und (nicht nur ihnen) schmecken. Dabei kann man ihnen ganz nebenbei zeigen, dass Aufräumen einfach dazugehört und von allen miterledigt wird; das erleichtert dann auch die Argumentation im Kinderzimmer.

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Ein System schaffen

Um eine gute Ordnung möglich zu machen, sollte genügend Raum und praktische Dinge zum Verstauen der Sachen vorhanden sein. Gut ist ein System von Kisten, Körben, Schachteln oder Schubladen, in die das bunte Durcheinander jeden Abend hineinwandert und die dann ab und zu aussortiert und neu geordnet werden – das jeden Abend zu tun, ist einfach zu viel verlangt!

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Ausnahmen bestätigen die Regel

Im Kinderzimmer sollte die Ordnungsliebe manchmal Grenzen haben: Haben die Kids in geduldiger und kreativer Kleinarbeit aus vielen Teilen ein bodendeckendes Haus oder anderes Gesamtkunstwerk errichtet, wäre es grausam, es gleich wieder kaputt zu machen. Für solche Situationen muss es Ausnahmen geben und vielleicht bestimmte Abmachungen, z. B. dass an einem bestimmten Wochentag das Zimmer gründlich geputzt werden und dafür dann alles frei geräumt werden muss.

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Die Häppchen-Methode

Wenn die Unordnung groß ist, wächst auch die Unlust, sich überhaupt damit zu beschäftigen. Teilen Sie anstehende Aufgaben in überschaubare und kleinere Einheiten ein. Jetzt kommt alle Wäsche in den Korb, morgen wird der Schreibtisch entmüllt, übermorgen sind die Stapel von Blättern und Schulsachen dran, etc. Wichtig hierbei: Überwachen, ob die Aufgaben auch wirklich erledigt wurden!

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Ein Platz für kreatives Chaos

Sorgt für ein entspannteres Klima: die Wühl-Ecke, ein kleiner Bereich im Kinderzimmer, der auch für die Aufräumwut der Eltern oder der Putzfrau tabu ist. Dort dürfen Sachen liegen bleiben und es darf unordentlich sein!

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Die spielzeugfreie Zone

Bevor Dir alles über den Kopf wächst: Ziehe Grenzen und verteidige dein Reich. Auch tolerante Eltern haben das Recht auf eine spielzeugfreie Zone, die für tobende Kinder tabu ist – bei kleinen Wohnungen wenigstens ab einer bestimmten Uhrzeit. Gleichberechtigung muss sein!

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Hygienische Mindeststandards für Teens

Bei älteren Kindern und Teenagern die ihr kreatives Chaos verteidigen, einige hygienische Mindeststandards festlegen, die wenigstens einmal pro Woche kontrolliert werden. Dreckige Klamotten kommen in den Wäschekorb, Bananenschalen, angekrustete Teller oder leere Packungen in Küche oder Müll.

Hier noch ein Buchtipp zum Thema:

Aufräumen mit Fräulein Ordnung: Entspannt und stressfrei mit Kindern leben von Denise Colquhoun, 16,99 €

und eine kleine Hilfe beim Aufräumen:

Kommode mit 6 Aufbewahrungsboxen für Jungen ab 18 Monate