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Kidslife-Magazin · Leben mit Kindern

Pflanzliche Antibiotika – sanfte Keimkiller aus der Natur

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Bei vielen Krankheiten helfen pflanzliche Antibiotika schnell und ohne Nebenwirkungen. Foto: Fotolia

Pflanzliche Antibiotika sind eine Alternative ohne Nebenwirkungen!

Kennen Sie das auch? Kaum setzt das ungemütliche, nasskalte Herbstwetter ein, schon melden sich Hals- und Gliederschmerzen, der Kopf fühlt sich dick und wattig an und den Kindern trieft die Nase – gerade jetzt, wo sie besser nicht in der KiTa oder in der Schule fehlen sollten… Natürlich wollen Sie, dass Ihre Krankheit sich so schnell wie möglich wieder verabschiedet, aber – sollen Sie sich wirklich schon wieder Antibiotika verschreiben lassen?

Text: Karin Katz In Kooperation mit  Dr. med Peter Schmid

Mit einer unbedachten Einnahme von Antibiotika gefährden Sie Ihre Chance, bei einer gravierenden Bakterienerkrankung effektiv und schnell geheilt zu werden. 90 Prozent aller Erkältungen sind nicht von Bakterien, sondern von Viren verursacht, bei denen Antibiotika ihre Wirkung verfehlen.

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Pflanzliche Antibiotika aus der Natur, Foto: Pixabay

Vielleicht haben Sie einige der besten Verbündeten im Kampf gegen bakterielle Infektionen schon im Haus – in Ihrer Küche!

Wer denkt beim Duft von Rosmarin nicht gleich an einen sommerlichen Lammbraten, bei Knoblauch ans griechische Tsatziki, bei Oregano ans Belegen einer Pizza. Aber lassen sie sich überraschen: viele der leckeren Pflänzchen in unseren Gewürzgärten haben mehr zu bieten als guten Geschmack: Pflanzliche Antibiotika sind echte Superkräfte gegen Infektionen!

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Aus dem Griechischen  und Lateinischen übersetzt klingt es feindlich: Antibiotikum (= gegen das Leben). Ganz allgemein bezeichnet dieser Begriff Stoffe, die Bakterien stoppen oder abtöten. Pflanzliche Antibiotika sind eine der “Geheimwaffen” im Überlebenskampf der Natur. Etliche höher entwickelte Pflanzen, aber auch Algen, Pilze und Flechten nutzen ihre eigenen „Antibiotika” ganz gezielt, um sich gegen schädliche Keime zu wehren. Auch einige Tierarten wissen instinktiv um die antibiotischen Eigenschaften bestimmter Pflanzen. Ameisen zum Beispiel, befördern wilden Thymian heran, um ihren Staat vor gefährlichen Krankheitserregern zu schützen.

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Die wichtigsten pflanzlichen Antibiotika und ihre Wirkungen:

  • Knoblauch ist bereits von Natur aus ein starkes Antibiotikum mit weitreichenden gesundheitlichen Vorteilen. Knoblauch bekämpft schädliche Bakterien und Pilze aller Art, schont dabei aber die Darmflora, ja, er soll deren Zahl gar erhöhen.
  • Zwiebeln sind die nächsten Verwandten des Knoblauchs. Sie verstärken die Knoblauchwirkung und stellen gemeinsam mit diesem ein starkes Duo gegen Krankheiten dar.
  • Meerrettich wirkt sich besonders vorteilhaft auf die Atemwege aus, die Nasennebenhöhlen und die Lungen. Verstopfte Neben- und Stirnhöhlen werden gereinigt, die Blutzirkulation wird verbessert und nahende Erkältungen oder die Grippe haben keine Chance mehr.
  • Ingwer und Chili hemmen Entzündungen, lindern Schmerzen und stimulieren enorm den Kreislauf. Sie bekämpfen Krankheiten an Ort und Stelle.
  • Kurkuma ist wohl im Hinblick auf die antibiotische Wirkung das beste Gewürz. Es bekämpft Infekte, reduziert Entzündungen, hemmt die Krebsentwicklung, lindert Gelenkschmerzen und beugt gar Demenz vor.
  • Apfelessig wurde zu Heilzwecken schon vom Vater der Medizin – Hippokrates – um 400 vor Christus eingesetzt. Man sagt, er habe nur zwei Mittel eingesetzt: Honig und Apfelessig. Apfelessig ist reich an Pektin, einem Ballaststoff, der hohe Cholesterinwerte senkt und den Blutdruck reguliert. Apfelessig unterstützt ferner den Mineralstoffhaushalt und damit die Knochengesundheit. Zwar liefert Apfelessig nur wenig Calcium, aber er hilft dabei, dass der Körper das Calcium aus der Nahrung besser resorbieren kann.

Quelle: Zentrum der Gesundheit

Weitere starke Helfer aus der Hausapotheke der Natur sind z. B. auch Sonnenhut und Honig, den man wunderbar in  den Tee geben kann.

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Pflanzliche Antibiotika haben einen großen Vorteil: Sie ziehen nur gegen den zu bekämpfenden Erreger selbst ins Feld und stärken dadurch indirekt die körpereigenen Abwehrkräfte. Sie ersparen nämlich dem Körper die Entsorgung der chemischen Stoffe (Antibiotikaradikale und Bakterientoxine) durch Nieren und Leber, welche bei Gabe synthetischer Antibiotika anfallen. Außerdem bleiben die mit uns im Einklang lebenden, nützlichen Bakterien, z. B. Darmbakterien, am Leben. Natürliche Antibiotika eignen sich darum auch gut zur Vorbeugung. Infektionen, die leicht chronisch werden oder die immer wiederkommen, wie z. B. Mandel- und Blasenentzündungen, können damit – unter ärztlicher Aufsicht- oft wirksam und schonend bekämpft werden.

Auf welche Weise soll man pflanzliche Antibiotike zu sich nehmen?

Hier bekommst Du ein wunderbares Rezept für eine stark wirksame Medizin, die leicht selbst herzustellen ist, und die schon von den Menschen im Mittelalter verwendet wurde.

Lecker und gut bei den ersten Anzeichen einer Erkältung ist dieser Ingwerdrink, der schön von innen wärmt und den Kreislauf in Schwung bringt.

Ingwerdrink

Zutaten

3 Tl frisch geriebener Ingwer
2 El Zitronensaft
2 EL Ahornsirup
500 ml Orangensaft

Zubereitung    
Den frisch geriebenen Ingwer in einem halben Liter Wasser abgedeckt fünf Minuten köcheln lassen. Topf vom Herd nehmen und abseihen. Leicht auskühlen lassen und den Zitronensaft hinzugeben. Den Drink mit Ahorn­sirup abschmecken. Diese Mischung stärkt die Abwehr­kräfte und hilft auch bei Grippe-Symptomen.

Bitte beachten sie, dass alle hier genannten Heil- und Vorbeugeanwendungen im Krankheitsfall den Arztbesuch nicht ersetzen und nur nach Absprache mit einem approbierten Arzt durchgeführt werden sollten.