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Kidslife-Magazin · Leben mit Kindern

Handystress

Tipps gegen Handy-Stress

Handystress
Foto: pixabay.de

 

Erfahren was Freunde so machen, Hausaufgaben besprechen oder sich verabreden – Jugendliche tauschen sich gern und oft über Messenger aus. Das ist praktisch, kann aber auch stressen. SCHAU HIN! empfiehlt Eltern mit ihrem Kind chatfreie Zeiten zu vereinbaren und mit gutem Beispiel zu zeigen, dass man nicht ständig erreichbar sein muss. Zudem widmet SCHAU HIN! diesem Thema die erste Folge des Medienstudios „Noch 5 Minuten“ auf schau-hin.info.

Status-Updates, neue Bilder, Einladungen und Eilmeldungen per Push-Nachricht: Viele Jugendliche sind ständig „on“, um auf dem Laufenden zu bleiben. Das kann dazu führen, dass man ständig auf das Handy schaut und unkonzentriert sowie unruhig ist. Meist aus Angst, etwas zu verpassen (englisch „FOMO“ für „fear of missing out“) und so „off“, also abstinent vom permanenten Nachrichtenstrom, oder „out“ zu sein, also ausgeschlossen von der Kommunikation. Denn viele Chats laufen innerhalb angelegter Gruppen von Klassenkameraden oder Freunden.

Chatfreie Zeiten stärken den Fokus
„Man muss nicht ständig verfügbar und up to date sein“, so SCHAU HIN!-Mediencoach Kristin Langer. „Eltern können mit ihrem Kind dazu chatfreie Zeiten vereinbaren und selbst Vorbild sein“. Zum Beispiel hat das Handy beim Essen, bei den Hausaufgaben oder vor dem Schlafengehen Sendepause. Während des Schlafens ist das Handy ganz auszumachen. Am besten halten sich daran alle in der Familie. Hierfür kann man eine Art „Handyparkplatz“ an einem gemeinsamen Ort einrichten.

Um den Ehrgeiz zu erhöhen, kann man daraus eine „Challenge“ machen und bei Treffen die Handys übereinanderstapeln. Wer seines als erstes nutzt, hat verloren. Oft merken Kinder, dass sie sich so besser konzentrieren können und nichts verpassen oder gleich außen vor sind, wenn sie später auf Nachrichten antworten oder Statusmeldungen erst später lesen.

5 Tipps, damit aus Spaß kein Stress wird
1. Vorher überlegen was man im Chat klärt und was lieber persönlich. Ein kurzer Anruf ist oft effektiver als ewig hin und her zu tippen.
2. Den Newsfeed in sozialen Netzwerken nur in bestimmten Abständen checken.
3. Push-Nachrichten bewusst einstellen, damit man nicht wegen jeder Kleinigkeit abgelenkt wird. Gruppenchats auch mal stumm schalten.
4. Bei Messengern im Status anzeigen, dass man beschäftigt ist, damit andere Bescheid wissen. Ausstellen, dass andere sehen, wann man zuletzt online war oder eine Nachricht gelesen hat.
5. Handyfreie Pausen bei Treffen zeugen von Respekt. Handys dabei lautlos stellen, damit der Nachrichtenton einen nicht ständig ablenkt.

Medienstudio zu FOMO
Auf schau-hin.info sowie auf Youtube, Facebook und Twitter hat SCHAU HIN! dazu die erste Folge des Medienstudios „Noch 5 Minuten“ veröffentlicht: . Die Moderatoren Kerstin und Nico sprechen dabei mit Mediencoach Kristin Langer über das Phänomen FOMO und rufen die Community zum Mitdiskutieren auf.

Auf der Seite finden sich zudem eine Kolumne zum Thema „Immer on, sonst out“ von Gerlinde Unverzagt, sieben Tipps zu FOMO und eine Übersicht zu Anti-FOMO-Apps wie „Menthal“ und „Offtime“, die zeigen, wie oft man am Tag sein Handy entsperrt oder wie viel Zeit man damit verbringt und dabei unterstützen, für eine bestimmte Zeit nicht erreichbar zu sein. Der Download dieser und weiterer Apps ist Elternsache. Dabei können Eltern die Angebote und deren Zugriff auf Daten prüfen und mit ihrem Kind über App-Berechtigungen und Datenschutz sprechen.

Teaser: youtube.com/watch?v=XjKOfg-T34s
Talk: youtube.com/watch?v=7U0tk1mX6RA

http://youtube.com/watch?v=7U0tk1mX6RA

„SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“ ist eine gemeinsame Initiative des Bundes-ministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, des Telekommunikationsunternehmens Vodafone, der beiden öffentlich-rechtlichen Sender Das Erste und ZDF sowie der Programm-zeitschrift TV SPIELFILM. Der Medienratgeber für Familien unterstützt seit 2003 Eltern und Erziehende dabei, ihre Kinder im Umgang mit Medien zu stärken.