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Kidslife-Magazin · Leben mit Kindern

Kleinkinder und Tablets: Nur in Begleitung der Eltern

Kleinkinder und Tablets
Foto: pixabay.de

Die bunten Animationen, die auf Tablets zu sehen sind, faszinieren schon Kleinkinder. Schnelle und laute Anwendungen können den Nachwuchs jedoch überfordern. „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht“, der Medienratgeber für Familien, rät Eltern, vor allem jüngere Kinder bei den ersten Schritten in der Medienwelt zu begleiten und die Geräte kindgerecht einzurichten.

Tablets werden immer beliebter – auch im Familienalltag. Nutzen Eltern und ältere Geschwister oft ein Tablet, weckt dies auch die Neugier von Kleinkindern. Viele Eltern fragen sich deshalb, wann der richtige Zeitpunkt dafür ist. Grundsätzlich gilt: Für kleinere Kinder unter drei Jahren ist die Nutzung digitaler Medien nicht empfehlenswert. „Noch wichtiger als das ‚Wann‘ ist das ‚Wie‘ bei der Mediennutzung“, meint SCHAU HIN!-Mediencoach Kristin Langer, „gerade bei den ersten Schritten in der Medienwelt ist es ratsam, dass Eltern ihr Kind dabei begleiten und Geräte wie Tablets sicher einrichten sowie geeignete Angebote auswählen“. SCHAU HIN! hat Empfehlungen zusammengestellt für den richtigen Umgang von Kleinkindern mit Tablets.

1. Aktiv begleiten
Bei den ersten Erfahrungen mit dem Tablet ab einem Alter von drei Jahren ist die Begleitung durch Erwachsene sinnvoll. So erkennen sie, wie ihr Kind reagiert, können die Eindrücke mit dem Kind besprechen und bei inhaltlichen oder technischen Fragen direkt unterstützen.

2. Tablets kindgerecht sichern
Ungeeignete Inhalte und Risiken für den Datenschutz können minimiert werden, indem Eltern Sicherheitseinstellungen aktivieren und eine Jugendschutzsoftware installieren. Wird die Internetverbindung nicht benötigt, sollte diese deaktiviert werden. Das Herunterladen von Programmen ist im Kindesalter ausschließlich Aufgabe der Eltern.

3. Passende Angebote auswählen
Eltern testen Angebote für Kinder erst selbst und schauen, ob diese sich wirklich eignen. Geeignet fürs Tablet sind interaktive Medien wie Bilderbuch-Apps, mit einfachen, überschaubaren Geschich€ten, die direkt an die Lebenswelt der Kinder anknüpfen. Gute Apps sind intuitiv zu bedienen, vermitteln spielerisch Wissen, sollten werbefrei sein und keine weiterführenden Links enthalten. Medienratgeber wie SCHAU HIN! und Empfehlungsportale wie app-tipps.net oder die Datenbank für Kinder-Apps des Deutschen Jugendinstituts unterstützen bei der Auswahl.

4. Klare Regeln vereinbaren
Hilfreich sind klare Absprachen über eine dosierte Mediennutzung. Kinder sollen nicht überfordert werden und eine bewusste Mediennutzung erfahren. SCHAU HIN! empfiehlt für Kinder bis fünf Jahren maximal eine halbe Stunde, die langsam gesteigert wird. Damit Kinder Medieninhalte verarbeiten können, ist es wichtig, dass vor dem Schlafengehen noch ausreichend Zeit bleibt, um abzuschalten. Achten Eltern auf Abwechslung in der Freizeitgestaltung, können mediale Erlebnisse andere Erfahrungen wie gemeinsames Spielen, Entdeckungen in der Natur und im Sport ergänzen statt diese zu ersetzen.

5. Vorbild sein
Eltern sind Vorbilder – auch bei der Mediennutzung ihrer Kinder. Daher ist es wichtig, dass Erwachsene ihr eigenes Medienverhalten im Blick behalten und „medienfreie“ Zeiten einhalten zum Beispiel beim Abendessen mit der Familie und dem gemeinsamen Fernsehabend. SCHAU HIN! hat einen Onlinetest entwickelt, mit dem Eltern ihren Umgang mit Medien überprüfen können (www.schau-hin.info/mitmachen/elterntest).

Weitere Informationen
Empfehlungen für kindgerechte Apps sowie Hinweise zu Sicherheitseinstellungen für Tablets & Co. finden Eltern auf
www.schau-hin.info.