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Kidslife-Magazin · Leben mit Kindern

Alphabet-Acht gegen Schreibblockaden

Die Alphabet-Acht – eine wirksame Hilfe!

Egal ob es darum geht, Schreibanfänger bei der Druckschrift zu unterstützen oder etwas ältere Schüler zu fördern, damit sie die Schreibschrift flüssiger bewältigen – insgesamt erleichtert die Alphabet-Acht den Lernprozess.

Das schreibt Dr. Paul Dennison, der Begründer der pädagogischen Erfolgsmethode Brain-Gym, schreibt in seinem neusten Werk „Brain-Gym – Mein Weg“. Und so wird sie gemacht:

alphabet-acht

Zur Alphabet-Acht gehört, dass die Buchstaben des ABC innerhalb des Kreises der Liegenden Acht geschrieben werden – dazu werden nur die Kleinbuchstaben verwendet und nach jedem Buchstaben wird die Liegende Acht ausgeführt.

Zweck der Übung ist es, dass die Schüler kinästhetisch erleben, dass die Buchstaben des Alphabets entweder rund beginnen und auf der Mittellinie enden oder mit einem Abstrich auf der Mittellinie beginnen und nach rechts verlaufen. Die Liegende Acht ist das Ganze und die einzelnen Buchstaben sind die Teile. Die Liegende Acht ist besonders dann hilfreich, wenn beim Schreiben Blockaden auftreten.

Von vielen meiner Schülern habe ich die Rückmeldung bekommen, dass sie die Liegende Acht oftmals bei Tests oder schriftlichen Prüfungen einsetzen. Sobald sie das Gefühl haben, dass sich Stress aufbaut und sie in ihrem Denken blockiert sind, machen sie mit dem Finger oder einem Stift, einige Liegenden Achten auf den Tisch oder ein Blatt Papier. Danach fällt ihn die Bewältigung der Aufgaben gleich viel leichter.

So funktioniert die Liegende Acht:

Entweder zeichnen die Kinder (Lernenden) die Liegende Acht in die Luft oder mit einem Stift auf ein großes Blatt Papier, an eine Flipchart, auf einen Zeichenblock, eine alte Rolle Tapete…

Begonnen wird mit der linken Hand und langsam wird eine große, auf der Seite liegende Acht fließend „gezeichnet“. Vom Mittelpunkt der Acht aus nach links oben zeichnen. Wichtig ist es dabei, dass die Kinder mit den Augen der Bewegung folgen – nicht mit dem Kopf! Sie sollten die Acht mit jeder Hand mindestens dreimal zeichnen. Dabei aber nicht vergessen zu atmen – ganz entspannt, tief und gleichmäßig.

Die Steigerung ist für mich die Alphabet Acht. Ich setze sie bevorzugt ein, wenn ich mit Schülern zu tun habe, die über ein „schlechtes“ Schriftbild verfügen. Dann ist diese Übung sozusagen mein „Geheimtipp“, den ich diverse Male schon erfolgreich eingesetzt habe.

Und der Erfolg lässt wirklich nicht lange auf sich warten. Oftmals kann man schon nach einigen wenigen Übungseinheiten, eine Verbesserung des Schriftbildes feststellen

Wichtig ist dabei, dass zwischen jedem Buchstaben, der in die Liegende Acht reingeschrieben wird, immer wieder einige Wiederholungen der Liegenden Acht gezeichnet werden. Ob einfach nur mit dem Fingen oder auch mit einem Stift, spielt dabei keine wichtige Rolle

Durch das Zeichnen der Liegenden Acht „entkrampfen“ sich die Finger und die gesamte Schreibhand. Die Integration der beiden Hemisphären wird gefördert, sowie die bessere Zusammenarbeit der beiden Augen.

Eine absolut empfehlenswerte Übung!

Wenn Sie mehr über die tolle Methode von Dr. Paul Dennison erfahren wollen, dann können Sie das hier: www.iak-freiburg.de – IAK Institut für Angewandte Kinesiologie GmbH in Kirchzarten oder in einem der zahlreichen Werke des Brain-Gym Begründers, die hier erhältlich sind: www.vakverlag.de

Und natürlich bei uns – in der KidsLife Online Redaktion!

Antje Szillat, Lerntherapeutin