Jetzt stšbern!
Startseite > Schule & Kindergarten
StartseiteBabyGewinnspieleKochplanerUnsere PartnerKidslife-AboSuche

Streitthema Inklusion in der Bildungspolitik: Ausweg oder Sackgasse?

 

Lohnen sich Inklusionsklassen statt Förderunterricht? Schule der Münchner Aktion Sonnenschein startet neues Pilotprojekt zum gemeinsamem Lernen

 

 

Während über Jahrzehnte hinweg die gängige Leitlinie darin bestand, Kinder mit Behinderung von speziell geschulten Fachkräften in sonderpädagogischen Förderschulen zu unterrichten, verlangt die UN inzwischen für alle jungen Menschen eine „größtmögliche Teilhabe und Chancengleichheit“: Kein Kind soll wegen seiner Behinderung vom Besuch der allgemeinen Schule ausgeschlossen werden. Auf lange Sicht sollen 90 Prozent der Kinder mit Förderbedarf gemeinsam mit nichtbehinderten unterrichtet werden. Doch die Realität sieht anders aus. So lernen etwa in Bayern gerade einmal 23 Prozent in so genannten Inklusionsklassen. Dass Kinder davon tatsächlich profitieren können, zeigt bereits heute die Schule der Münchner „Aktion Sonnenschein“. Seit fast 40 Jahren setzt sich die Stiftung für die Integration und Inklusion von Schülern mit und ohne Behinderung ein und kann damit als Vorzeigeschule für ganz Deutschland gelten. Für ihr Engagement hat ihr die Bundesregierung bereits den Jakob Muth-Preis verliehen. Das neueste Projekt ist das so genannte „Bildungsdorf“, bei dem sogar Kinder aus unterschiedlichen Klassen miteinander lernen.

 

Es geht lebhaft zu in dem Schulgebäude der Stiftung Aktion Sonnenschein im Münchner Stadtteil Großhadern: Manche Kinder sitzen an einem der zahlreichen Tische vor den Klassenzimmern, erklären sich gegenseitig den Unterrichtsstoff oder besprechen ihn mit einem Lehrer. Andere wandern von einem Klassenraum in den nächsten. Es ist die Zeit der Freiarbeit, während der die Schüler selbstbestimmt das Gelernte aufarbeiten und die Lehrer um Rat fragen können. Auch in der Jahrgangsstufe 5, die drei Klassen umfasst, stehen die Türen offen. Die Fünftklässler sind die ersten offiziellen „Bewohner“ in der Hauptschulstufe des Bildungsdorfs, einer Initiative, die von einigen Lehrern der Schule ausging und vier Jahre lang als Pilotprojekt in der Grundschule erprobt wurde.

 

Für die Schüler ist es selbstverständlich, andere in ihren Alltag zu integrieren

 

„Die Idee basiert auf dem Prinzip eines Ortskerns“, erklärt die Klassenlehrerin Annekatrin Rittmeyer-Breu. „Die Kinder einer Jahrgangsstufe sowie alle beteiligten Lehrer und Betreuer kennen sich untereinander und leben wie um einen Dorfplatz.“ Die räumliche Cluster-Form der Schulflure in der Heiglhofstraße unterstützt diese Struktur, denn die Klassenräume einer Stufe gehen jeweils sternförmig von einem Zwischenraum ab. Dort stehen Bänke und Tische zum Lernen und für Besprechungen bereit. „Im Alltag kooperieren die Klassen sehr eng miteinander, gestalten gemeinsame Projekte, unternehmen gemeinsam Ausflüge, Unterrichtsgänge und Klassenfahrten“, berichtet Rittmeyer-Breu. „Dennoch bleibt jedem Kind immer die Möglichkeit, sich in sein „Nest“, also seine eigentliche Klasse, zurückzuziehen.“ Vor vier Jahren hatte Rittmeyer-Breu mit zwei Kollegen das Projekt Bildungsdorf entwickelt und in die Tat umgesetzt. Nach einer Testphase gehört es seit diesem Sommer offiziell zum Angebot der Schule.

 

Die Schule, der Kindergarten und die Heilpädagogische Tagesstätte, die zur Stiftung Aktion Sonnenschein gehören, folgen dem Grundsatz der Inklusion und Integration: Alle Kinder lernen und spielen gemeinsam. Das Konzept orientiert sich dabei an den Prinzipien der Montessori-Pädagogik. Demnach wird jeder Mensch als Einzelperson mit unterschiedlichen Bedürfnissen, Fähigkeiten und Potentialen angesehen, die es erst diagnostisch abzuklären und dann zu fördern gilt. So steht auch im Bildungsdorf jedes Kind mit seinen persönlichen Stärken und Anforderungen im Mittelpunkt, wie der Schulleiter Heribert Riedhammer erklärt: „Wir konnten feststellen, dass die Kinder im Rahmen des Bildungsdorfs noch besser voneinander und miteinander lernen.“ Indem sie Mitschüler in ihren Alltag integrieren, lernen die Mädchen und Jungen zum einen, anderen zu helfen und selbst Hilfe anzunehmen. Zum anderen sorgt das freie Arbeiten dafür, dass sie selbstverantwortlich und eigenständiger werden – ein Prinzip, das unabhängig vom Förderbedarf des einzelnen Kinds funktioniert.

 

Mehrere Lehrer sind gleichermaßen für jeden Schüler verantwortlich

 

Im Vergleich zu den anderen Klassen der Schule ist das Bildungsdorf personell besser ausgestattet, denn die teilnehmenden Schüler werden von einer zusätzlichen Lehrkraft, einem Erzieher und Assistenten unterstützt. Dadurch können die Kinder noch besser gefördert werden. „Dieses Team muss bereit sein, eng zusammenzuarbeiten, gemeinsam zu planen und die pädagogische Arbeit regelmäßig zu reflektieren“, erklärt Riedhammer.

 

Für die beteiligten Lehrer bedeutet das in der Praxis natürlich auch einen Mehraufwand an Arbeit: „Damit unser Konzept funktioniert, muss jeder Lehrer immer über jeden einzelnen Schüler informiert sein. So haben die Kinder immer mindestens drei gleich verantwortliche Personen, an die sie sich wenden können und die für ihre Lernergebnisse verantwortlich sind“, erklärt Rittmeyer-Breu. Konkret heißt das, dass die beteiligten Lehrer sich regelmäßig austauschen, individuelle Schwerpunkte bei jedem Schüler setzen und immer wieder diskutieren, wie man die Förderung der Kinder verbessern kann. Im Alltag entlaste diese Aufteilung gleichzeitig aber auch den Einzelnen: „Ich muss nun nicht mehr alleine allen Kindern gerecht werden, sondern kann gemeinsam mit den anderen planen und mich besprechen“, so Rittmeyer-Breu. Als eigene Gruppe innerhalb des Bildungsdorfs fungiert das Lehrerteam für die Schüler zudem als Vorbild, da es sich, ebenso wie die Kinder, gegenseitig unterstützt und hilft.

 

 

„Inklusion fordert ein neues Menschenbild“

 

Auch bei den Eltern kommt die gemeinschaftliche Lernmethode nach anfänglicher Skepsis inzwischen gut an. Ein großer Vorteil liege darin, dass die Kinder nun unterschiedliche Anlaufstellen und auch mehrere Erwachsene haben, denen sie sich anvertrauen können. „Für unseren Sohn bot das Konzept des Bildungsdorfs zusammen mit der Montessori-Pädagogik Möglichkeiten, die in Bayern einzigartig sind“, so Olav Blasberg. „Die Schule war die ideale Wahl für ihn, da er hier seine sozialen, kognitiven und emotionalen Kompetenzen entfalten konnte. Die große Vielfalt der Schüler mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten und Talenten war eine Bereicherung.“

 

Wenn das bayerische Bildungssystem die UN-Forderung nach Inklusion konkret angeht, könnte das Konzept des Bildungsdorfs auch für andere Schulen interessant werden. Der Grundgedanke einer offenen Schule, die Kinder nicht nach ihrer Behinderung, sondern ihren persönlichen Stärken und Bedürfnissen bewertet, kann durchaus auch für andere pädagogische Ansätze ein sinnvolles Vorbild sein. „Inklusion fordert ein neues Menschenbild“, erklärten die Mitglieder des Forums Bildungspolitik in Bayern jüngst in einer Pressemitteilung. „Der Fokus der Aufmerksamkeit geht weg vom Reparieren der Fehler und Defizite und wendet sich hin zur Förderung der individuellen Person“.

 

 

 

 

 

Schulprojekt "Neue Sporterfahrung"

Pünktlich zum Beginn der paralympischen Winterspiele in Vancouver startete die Deutsche Telekom AG heute in Baden-Württemberg das einzigartige Schulprojekt "Neue Sporterfahrung". Am Wirtemberg-Gymnasium in Stuttgart-Untertürkheim gaben Kultusministerin Marion Schick, Susanne Eisenmann, Bürgermeisterin der Stadt Stuttgart, und Stephan Althoff, Leiter Corporate Sponsoring der Deutschen Telekom AG, gemeinsam den Startschuss für den Unterricht der paralympischen Disziplinen Rollstuhlbasketball und Goalball
mehr lesen.....
 

Keine Zeit zum Spielen!?

"Ich habe jetzt keine Zeit, mit dir zu spielen." "Schau doch lieber Fernsehen." Solche oder ähnliche Diskussionen finden in Familien nachmittags statt. Spielen macht Schule geht in die dritte Runde und vergibt Spiele im Wert von über 700.000 Euro an 200 Schulen.
mehr lesen.....
 

15 Tipps für den Schulstart

Endlich Schulkind! Nach den Sommerferien beginnt für viele Kids ein neuer Lebensabschnitt: Eine spannende Zeit, die auch den Eltern einiges abverlangt. Wie geben Ihnen Tipps, wie Sie Ihrem Kind zu einem gelungen Schulstart verhelfen können
mehr lesen.....
 

Vokabeltricks für Kids

Fremdsprachen clever Lernen
mehr lesen.....
 

Dicke Luft

Wissenschaftler raten: Alle 20 Minuten stoßlüften
mehr lesen.....
 

Lernhilfe

Nur mit ausreichend frischem Sauerstoff kann der Körper auch wirklich produktiv arbeiten.
mehr lesen.....
 

Alphabet-Acht

Egal ob es darum geht, Schreibanfänger bei der Druckschrift zu unterstützen oder etwas ältere Schüler zu fördern, damit sie die Schreibschrift flüssiger bewältigen - insgesamt erleichtert die Alphabet-Acht den Lernprozess.
mehr lesen.....
 

Überkreuzbewegungen

Die Überkreuzbewegungen schulen die gezielte Zusammenarbeit der beiden Hirnhälften. Lernen sie hier einige der Übungen und Spiele zum Thema Überkreuzbewegungen kennen.
mehr lesen.....
 

Wenn Sprache zum...

Rund 800 000 Erwachsene in Deutschland stottern, und etwa 5% aller Kinder zwischen zwei und fünf entwickeln diese Störung meist ohne offensichtlichen Anlass.
mehr lesen.....
 

Linkshänder

Das Wissen, dass man Linkshänder nicht umerziehen soll, ist mittlerweile Allgemeingut. Allerdings haben Linkshänder es nicht immer leicht. Scheren, Stifte oder Hefte, die für Rechtshänder konzipiert sind, machen ihnen das Leben schwer
mehr lesen.....
 

Lernprofis

Manchmal kann Lernen richtig Spaß machen, zum Beispiel wenn ein Thema hochinteressant ist oder ausgefallene Methoden ausprobiert werden.
mehr lesen.....
 

Ein Tag im Wald

Photo: Kastanie im Wald
Die Natur ist der beste Spielplatz: Holz zum Hüttenbauen, Blätter zum Basteln, Büsche zum Verstecken und das Toben an der frischen Luftmachen fit und gesund. Die Initiatoren von Waldkindergärten haben das längst erkannt. Ihr Konzept: Die Kinder spielen und lernen ausschließlich im Freien - bei Wind und Wetter.
mehr lesen.....
 

Forschen, spielen, staunen

Warum fallen die Sterne nicht vom Himmel? Warum ist das Wasser blau? Mit solchen Fragen löchern neugierige Kinder die Erwachsenen –- und bringen diese oft genug in Verlegenheit. Gerade bei den Vier- bis Sechsjährigen ist das Interesse an den Gesetzen der Welt besonders groß. Schade nur, dass sie selten ausreichend Gelegenheit bekommen, ihre Umwelt spielerisch zu entdecken und ihren Forschungsdrang richtig auszuleben. Gut begleitete Versuche, die von den Kindern selbständig durchgeführt werden können und in einem Bezug zu ihrem Alltag stehen, setzen spielerisch Lernprozesse in Gang, die das Verhältnis zu den Naturwissenschaften nachhaltig beeinflussen können. Leider kommt dieses experimentelle Lernen zu Hause oder im Kindergarten in den meisten Fällen viel zu kurz.
mehr lesen.....
 

Auslandsschuljahr

Ein Jahr im Ausland – eine gute Gelegenheit, Sprachkenntnisse zu vertiefen, internationale Freunde zu finden, den Horizont zu erweitern und die eigene Selbstständigkeit zu erproben, weit weg von Mamas Rockzipfel.
mehr lesen.....
 

Die Schule der Zukunft

Frontalunterricht, starre Notensysteme und frühe Selektion – dass unser Schulsystem viele Kinder statt zum Lernerfolg in die Sackgasse führt, wissen wir spätestens seit PISA. Doch welche Alternativen haben wir? Wie soll die Schule der Zukunft aussehen? Was hat sich bewährt – und was muss anders werden? KidsLife stellt visionäre Modelle und erprobte Beispiele vor.
mehr lesen.....
 

7 Schritte zum Lernerfolg

Klar definierte Schritte, um Kindern das Lernen zu erleichtern und sie dabei zu unterstützen. Förderung von Lernerfolgen. Einfach Tipps zum Lernerfolg.
mehr lesen.....
 





Jetzt im Appstore! Holen Sie sich Ihr KIDSLIFE auf Ipad, Iphone, PC oder Mac!

Inklusion, ja bitte! Aber wie?

 

HOFGEISMAR. Behinderte und nichtbehinderte Kinder sollen künftig gemeinsam unterrichtet werden. Deshalb widmet sich dem Thema Inklusion, der Einbeziehung aller Kinder in der Schule, eine Tagung der Evangelischen Akademie Hofgeismar. Von Freitag, 9. März, bis Samstag, 10. März, wird unter dem Titel „Praxis Inklusion! Anforderungen zur Umsetzung von Teilhabe und Inklusion in der Schule“ diskutiert, wie dieses Recht, das eine UN-Richtlinie festschreibt, im Schulalltag umgesetzt werden kann. Erziehungswissenschaftler und Schulpraktiker zeigen auf, was Lehrkräfte und Eltern beachten müssen, wenn künftig Schulen alle Kinder integrieren sollen. Anmeldung und Information bei der

Evangelischen Akademie Hofgeismar,

Tel. 05671/881-0 und

unter www.akademie-hofgeismar.de.

 

 

 

Jetzt im Handel! Holen Sie sich Ihr KIDSLIFE am Kiosk, im Supermarkt oder am Bahnhof! Heute noch!

 

 

 

Sehr witzig!

 

Stolz sitzt der frisch ernannte Abteilungsleiter in seinem neu eingerichteten Büro.

Als ein junger Mann sein Büro betritt, greift er zum Telefon:

"Aber ja Herr Direktor, wirklich ein reizender Abend gestern bei Ihnen Herr Direktor, aber ja, bis dann".

Er hängt wieder ein, wendet sich an den Besucher: "Was kann ich für Sie tun?"
"Nichts, ich will nur das Telefon anschließen!"

 

 

Let´s party, Strolche!

Unter www.partystrolche.de gibt es jede Menge Partyzubehör für den Kindergeburtstag, von der Tisch- und Raumdekoration, bis hin zu Mitgebseln, Bastelartikeln, Geschenken, Verkleidungen und Backzubehör für über 50 verschiedene Mottopartys.

 

.................................................................

Das Bundesministerium informiert:

Seitwerteltern netmoms urbia kinder
Kontakt Impressum Sitemap Mediadaten
© 2010 KidsLife Medienverlag GmbH & Co. KG

Willkommen im Elternportal Kidslife! Als Elternratgeber online ist das Portal eine Ergänzung der Zeitschrift „Kidslife“, die vierteljährlich erscheint. „Kidslife“ bietet Eltern, Großeltern und Erziehern, kurz allen Menschen, die mit Babys und Kindern leben, Beiträge zu den Themen Kindergarten, Grundschule, Schule, Erziehung, Bildung, Gesundheit, Freizeit und mehr. Stöbern Sie durch unsere Seiten und lassen Sie sich anregen und informieren. Nutzen Sie die praktische Suchfunktion im Menue oben auf der Seite, um in mehr als 300 Beiträgen Ihr Thema zu finden. Nehmen Sie an den zahlreichen Gewinnspielen teil oder lösen Sie unseren Ratekrimi, der alle zwei Wochen eine neue Nuss zu knacken gibt. Am besten gemeinsam mit Ihren Kindern. Wir freuen uns auch über Ihre Zuschriften und Fragen! Benutzen Sie dazu die Kontaktfunktion im Seitenmenue.