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Kidslife-Magazin · Leben mit Kindern

Dreimonatskoliken – Ursache für das Schreibaby

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Dreimonatskoliken – wenn Babys einfach nicht aufhören zu schreien. Foto: Pixabay

Die Dreimonatskoliken bei Säuglingen sind eine echte Belastungsprobe – für Babys und Mütter.

Dass Babys schreien, wenn ihnen etwas weh tut oder sie hungrig sind, ist völlig normal. Weint der Nachwuchs jedoch stundenlang und lässt sich kaum beruhigen, fühlen sich junge Eltern oftmals überfordert und hilflos. In der Regel sind es Bauchkrämpfe bei Schreibabys und Blähungen, sogenannte Dreimonatskoliken.

Die Dreimonatskoliken Anzeichen zeigen sich charakteristisch in den ersten Lebenswochen und dauern etwa drei Monate lang. Mitunter können sie auch bis zum fünften Lebensmonat andauern, enden dann aber schlagartig. Bei einer Kolik fühlt sich der Bauch Eures Babys hart an und ist aufgebläht. Das Gesicht ist hochrot und die Füße meist kalt. Es zieht die Beine an und streckt sie wieder. Konnten die Winde entweichen, fängt das Spiel wieder von vorne an. Die Koliken treten nach den Mahlzeiten und zunehmend am Nachmittag und in den frühen Abendstunden auf.

Dreimonatskoliken – Ursache noch unbekannt

Natürlich ist jedes Baby anders. Die einen sind still und anspruchslos, andere fordern ihre Eltern und schreien häufiger. Letztere werden dann als Schreikind definiert. Allerdings lassen sich diese Säuglinge durch liebevolle Zuwendung, eine Mahlzeit oder eine frische Windel schnell wieder beruhigen.

Für Dreimonatskoliken gibt es zwar genügend Erklärungsansätze. Dennoch konnte bis heute nichts eindeutig nachgewiesen werden. Womöglich spielen mehrere Faktoren eine Rolle. So könnte es sein, dass Euer Zwerg beim Stillen oder Fläschchen geben zu viel Luft schluckt, die beim Bäuerchen nicht vollständig entweicht. Die Luft gelangt in den Darm und löst die schmerzhaften Koliken aus.

Andererseits wird vermutet, dass bei brustgenährten Kindern, die Ernährung der Mutter eine Rolle spielt. Die blähenden Stoffe gelangen über die Muttermilch zum Baby. Um die Gasproduktion zu mindern, sollte auf blähende Gemüsesorten, Birnen und Steinobst verzichtet werden.

Einige Experten vertreten die Ansicht, dass hinter den Koliken Allergien oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten stecken können. So werden Laktoseintoleranz oder Milcheiweiß-Allergie vermutet.

Andere Theorien besagen, dass ein schwach ausgeprägter Darm oder starke Darmbewegungen die Schmerzen auslösen.

Eine Reizüberflutung wird ebenso als Ursache in Betracht gezogen. Ebenso können sich ein Streit zwischen den Eltern und ein hektischer Tagesablauf negativ auf das Baby auswirken.

Dreimonatskoliken Massnahmen

Seid Ihr Euch nicht sicher, ob es sich um Dreimonatskoliken handelt, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Außerdem, wenn:

– das Schreien länger als drei Stunden andauert
– das Baby Gewicht verliert
– Beschwerden wie Durchfall, Verstopfung, Erbrechen, Fieber hinzukommen
– andere Erkrankungen nicht ausgeschlossen sind

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Das Tragen auf dem Unterarm hilft in vielen Fällen. Foto: Pixaby

Tipps für Eltern

Wenn Euer Baby unter Dreimonatskoliken leidet, achtet darauf, dass Ihr es langsam und in Ruhe füttert.  Auch Bauchmassagen mit Kümmelöl oder „Windsalbe“ aus der Apotheke verschaffen Linderung. Legt Euer Baby mit dem Bauch auf Euren Unterarm (Fliegergriff). Das bewirkt manchmal Wunder. Schmusen und Schaukeln sind auch hilfreich, um das Kleine zu beruhigen.

Letztlich solltet Ihr Euch keine Vorwürfe machen oder denken, dass Ihr etwas im Umgang mit dem kleinen Erdenbürger falsch gemacht habt.

Weitergehende Informationen findet ihr auch auf den folgenden Seiten:

Schreiattacke! Dreimonatskolik

http://www.naturheilt.com/Inhalt/Darmkolik_bei_Saeuglingen.htm

http://www.kinderaerzte-im-netz.de/bvkj/krankheit/show.php3?id=3&nodeid=28

http://www.9monate.de/baby-kind/gesundheit-entwicklung/dreimonatskolik-id94027.html

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