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Kidslife · das Elternmagazin

6 Glücksgriffe für Ihr Baby

Drück mich mal … aber bitte richtig!

Autorin und Expertin: Karin Kalbantner-Wernicke

Gerade der Alltag mit einem Baby stellt immer wieder besondere Herausforderungen an die jungen Eltern. Trotz allen Bemühungen schläft der Nachwuchs nicht ein, oder Blähungen und Verdauungsprobleme plagen das Kleine. Da sich ein Baby noch nicht anders ausdrücken kann, zeigt es sein Unwohlsein meist mit heftigem Schreien. Hier können die Glücksgriffe aus dem BabyShiatsu Unterstützung anbieten. Denn gerade bei Befindlich-keitsstörungen kann diese Behandlungsmethode eine echte Hilfe sein. Oft genügen kleine Anregungen, um den Prozess einer Selbstregulation in Gang zu setzen – etwa wenn das Baby nicht gut schläft, unruhig ist oder Bauchweh hat.

BabyShiatsu vereint das Wissen und die Erfahrung zweier Welten – einerseits die Tradition Japans mit ihrer jahrhundertealten Erfahrung, andererseits die heute allgemein anerkannten westlichen Entwicklungs- und Bindungstheorien. Damit liegt BabyShiatsu ein ausführliches Konzept zugrunde, das neue Blickwinkel auf kindliche Entwicklung ermöglicht.

Das Praktische: BabyShiatsu wird – anders als in der Babymassage – ohne Öl, am leicht bekleideten Körper angewendet. Deshalb kann es überall und ohne Aufwand eingesetzt werden.  

Probieren Sie BabyShiatsu einfach mal aus und lassen sich überraschen, wie gut die Glücksgriffe funktionieren. Wenn Sie noch mehr wissen möchten: www.babyshiatsu.de

Glücksgriff Nr. 1: Schlaf gut

Foto: Yana Wernicke
  • Fördert das Einschlafen
  • Sorgt für ruhige Nächte

Legen Sie Ihr Kind vor sich auf den Rücken und halten Sie mit Ihrem Daumen und Zeigefinger mit leichtem Druck die Bereiche seitlich neben der Nasenwurzel. Mit der anderen Hand reiben Sie sanft den Bauch Ihres Kindes im Uhrzeigersinn.

Sollte Ihr Kind die beiden Punkte neben der Nasenwurzel nicht mögen, dann legen Sie Ihren Daumen mittig auf die Stirn. Meist dauert es nicht lange und die Augen fallen zu.

Glücksgriff Nr. 2: Ganz ausgeglichen

Foto: Yana Wernicke
  • Fördert die Ausgeglichenheit
  • Hilft zur Ruhe zu kommen
  • Unterstützt das Saugen

Legen Sie Ihre Daumen in die Mitte der Handfläche Ihres Kindes. Zirkeln Sie nun mit sanftem Druck diesen Punkt. Er trägt den schönen Namen „Palast der Nervosität“. Versuchen Sie auch mal während des Stillens diesen Punkt zu stimulieren, das machen Sie dann mit Ihrer freien Hand, während Sie das Baby im Arm halten. Das unterstützt das Saugen.

Glücksgriff Nr. 3: Zur Ruhe kommen

Foto: Yana Wernicke

  • Hilft nach einem aufregenden Tag zur Ruhe zu kommen
  • Reguliert Spannungen im Körper

Üben Sie leichten Druck in die Vertiefung in der Mitte beider Fußsohlen aus und halten diesen für einige Atemzüge. Dieser Punkt trägt den schönen Namen sprudelnder Quell. Er ist besonders hilfreich, wenn Ihr Baby tagsüber viele Eindrücke zu verarbeiten hatte und obwohl es völlig übermüdet ist, nicht zur Ruhe findet. Eine Mutter hat diesen Punkt umgetauft in „Himmlische Ruhe“.

Glücksgriff Nr. 4: Verdauung anregen

Foto: Yana Wernicke

  • Regt sanft die Verdauung an
  • Hilft bei Blähungen
  • Schenkt Ausgeglichenheit

Legen Sie Ihre Daumen seitlich etwa ein Fingerbreit unterhalb die Knie Ihres Babys. Der Punkt trägt den Namen „Göttliche Gleichmut“. Halten Sie diesen für einige Atemzüge und folgen Sie den Strampelbewegungen Ihres Kindes. Meist lösen sich prompt und gut hörbar Blähungen.

Glücksgriff Nr. 5 Luft raus

Foto: Yana Wernicke

  • löst Blähungen
  • wirkt beruhigend

Drehen Sie Ihr Kind in die Seitlage und stabilisieren Sie mit einer Hand diese Position. Mit der anderen Hand klopfen Sie mit 3 Fingern sowohl rechts wie links neben der Wirbelsäule sanft von oben nach unten. Viele Babys fordern hier immer Wiederholungen ein, weil sie diese Technik lieben.

Glücksgriff Nr. 6: Verdauung unterstützen

  • Unterstützt die Verdauung
  • Löst Blähungen

Führen Sie das Händchen Ihres Kindes zum Mund und lassen sie es an dem Bereich zwischen Daumen und Zeigefinger nuckeln. Dieser Punkt stimuliert die Verdauung. Japanische Großmütter haben ihren Enkelkindern meist so ab der 6. Woche diesen Punkt angeboten. Und sind der Meinung, dass Babys die an diesem Punkt nuckeln, gar nicht erst Verdauungsprobleme bekommen.

Karin Kalbantner-Wernicke

Kinder-Physiotherapeutin und Shiatsu-Lehrtherapeutin. Schwerpunktarbeit mit Babys, Kindern und kindlicher Entwicklung.

Ihre Konzeption neuer Gesundheitsprogramme machte sie zu einer national und international bekannten Fachfrau. Seit über 30 Jahren bietet sie Ausbildungskurse in Europa, USA, Japan und Australien zum Thema Shiatsu für Erwachsene, Kinder und Babys an. Das von ihr entwickelte Samurai-Programm hat bereits in über 10 Ländern innerhalb und außerhalb Europas in Schulen, Kindergärten und Seniorenheimen Eingang gefunden. Als Autorin von über 100 Veröffentlichungen und zahlreichen Fachbüchern, einige davon in mehrere Sprachen (auch Russ., Japan., Arab. ) übersetzt, ist sie Wegbereiterin eines dem heutigen Stand und Wissen angepassten Shiatsu bei Babys und Kindern und

Mehr zum Thema Baby-Shiatsu erfährst Du hier und hier.

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