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Tierschutz im Schulalltag – 6 Tipps für Eltern

Tierschutz im Schulalltag
Foto:Pixabay

Tierschutz beginnt schon in der Schule: Von Pausensnacks bis Schulzubehör – für viele Dinge müssen Tiere unnötig leiden

Tierschutz ist etwas, das man nicht unbedingt mit der Schule verbindet. Doch schaut man etwas genauer hin entdeckt man, dass für viele Dinge, die Schulkinder täglich benutzen, Tiere unnötig gequält werden. In ganz normalen Gegenständen des Schulalltags, wie z- B. Pinseln, Wachsmalstiften oder Mäppchen, können sich tierische Stoffe verbergen, die jedoch leicht durch vegane Stoffe ersetzt werden können. Johanna Fuoß, Fachreferentin für Tiere in der Bekleidungsindustrie bei PETA, gibt Tipps für einen tierfreundlichen Schulalltag.

„Die meisten Kinder lieben Tiere und würden ihnen niemals absichtlich Leid zufügen“, so Johanna Fuoß. „In einigen Produkten und Materialien stecken jedoch Inhaltsstoffe tierischer Herkunft. Dank der zahlreichen Alternativen lässt sich der Schulalltag kinderleicht tierfreundlich gestalten.“

Tierschutz im Schulalltag

 

Tierschutz im Schulalltag – 6 Tipps für Eltern

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• Die „Zuckertüte“ zum Schulstart:

Um Kindern den ersten Schultag zu versüßen, müssen Eltern nicht auf gekaufte Süßigkeiten zurückgreifen, die oft mit Tierleid verbunden und zudem reich an Zucker und Fett sind. Schöne Brotdosen und Trinkflaschen machen Lust auf die kommenden Pausen.

Als Nascherei für die Zuckertüte eignen sich: z. B.:

  • Fruchtriegel
  • Obst oder Apfelchips mit etwas veganer Schokolade
  • Popcorn oder Reiswaffeln
  • Vollwert-Konfekt aus Nüssen und Trockenobst oder schokolierten Datteln
  • Studentenfutter,
  • Snackgurken,
  • Seitanwürstchen oder
  • Sesambrezeln
Tierschutz im Schulalltag
Foto. Pixabay

• Gesunde Pausenverpflegung:

Spezielle Kinderlebensmittel sind oft reich an Fett und Zucker und stecken voller Tierleid. Stattdessen eignen sich für die Brottdose:

  • liebevoll gestaltete Vollkornbrote
  • Gemüse- und Obststicks mit Dipp
  • Veggieghurt mit selbst zubereitetem Knuspermüsli
  • Nüsse und Trockenobst für die Frühstücksdose.

Für Abwechslung sorgen z.B. Wraps mit Gurke und Avocado, Falafel-Bällchen mit Hoummus-Dip oder Veggie-Burger

• Schulranzen & Mäppchen:

Ein gut sitzender Schulranzen ist das A und O für einen gesunden Rücken. Die meisten Taschen werden heutzutage aus Polyester gefertigt, doch einige Modelle verfügen über kleine Applikationen wie Schnallen oder eine Rucksackunterseite aus Tierhaut und sollten daher gemieden werden.

Federmappen ohne Leder und Wolle gibt es zum Stecken und als Etui zur losen Aufbewahrung. Die Mäppchen bestehen meist aus Synthetik, Baumwolle oder Leinen. Eine besonders umweltfreundliche und stylische Variante: Mäppchen aus Kork oder recycelten Fahrradschläuchen. Ein echter Blickfang sind niedliche Anhänger; diese sollten aber keinen Pelz (Vorsicht bei Bommeln), Leder, Wolle oder Federn enthalten.

Tierschutz im Schulalltag
Foto: Pixabay

• Farben, Pinsel & Stifte:

Die meisten Farben sind vegan, doch hinter einigen verbirgt sich noch immer Tierleid, so etwa bei Elfenbeinschwarz/Knochenschwarz (Tierkohle), Cochillenrot/Karminrot (Läuseblut), Sepia (Farbstoff von Tintenfischen) und Purpur (Gehäuse von Purpurmuscheln). Vorsicht ist zudem bei Wassermalfarben geboten; in ihnen steckt häufig Ochsengalle.

Mittlerweile gibt es jedoch für jede Malfarbe sowie für Wachsmalstifte (Bienenwachs) tierfreundliche Alternativen – auch von Markenherstellern. Pinsel bestehen häufig aus Tierhaaren (z. B. vom Rind, Marder, Dachs, Bär oder Pferd) oder Borsten vom Haus- oder Wildschwein. Wer tierfreundlich malen möchte, kann Kunststoffpinsel verwenden. Diese stehen Echthaarpinseln qualitativ in nichts nach und sind im Fachhandel erhältlich.

Tintenkiller, Radiergummi und Filzstifte sind meist frei von tierischen Zusatzstoffen. Auch königsblaue Tinte ist vegan – hinter grüner, roter und schwarzer Tinte hingegen können sich Farbstoffe tierischer Herkunft verstecken. Blei- und Buntstifte sind meist tierleidfrei. Da die Lackierung mancher Holzstifte jedoch nicht vegan ist, empfiehlt es sich, unlackierte, naturbelassene Stifte zu wählen, die zudem weniger Chemie enthalten

• Kleber:

Klebstoffe sind kaum aus dem Schulalltag wegzudenken. Als Grundlage vieler Leime dienen Tierknochen und -häute. Es empfiehlt sich, auf tierfreundliche Produkte aus Pflanzenstärke, wie Klebestifte, oder synthetische Kleber, beispielsweise Flüssigkleber, zu achten – Sicherheit bietet die Nachfrage beim Hersteller. Wer gemeinsam mit seinen Kindern experimentieren möchte, findet im Internet viele Rezepte, um Kleber auf Pflanzenbasis ganz einfach selbst herzustellen.

• Sportschuhe und Schläppchen:

Moderne Sportschuhe bestehen häufig aus Mikrofasern, da diese besonders leicht und atmungsaktiv sind. Dennoch versteckt sich in einigen Sportschuhen Leder. Beim Kauf gilt es daher, genau wie bei den beliebten Gymnastikschläppchen nach dem altbekannten Ledersymbol Ausschau zu halten und sich für die tierfreundliche Variante aus Textil zu entscheiden.

Foto: pixabay

Auf PETAKids.de finden Interessierte viele Tipps und kindgerechte Informationen. / © PETA Deutschland e.V.

 

 

  • Posted by kidslife on 12. September 2018

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