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Kidslife · schöner leben mit Kindern

Zurück in den Beruf II

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Die Stellensuche

Auf der Suche nach dem passenden Job ist der Austausch mit Freunden und Bekannten das A und O. Ein breit gefächertes Netzwerk ist heutzutage bei der Jobsuche äußerst wichtig. Wenn Freunde und Bekannte informiert sind, können sie auf frei werdende Stellen aufmerksam machen oder zumindest den richtigen Ansprechpartner für einen ersten informellen Anruf nennen. Auch Heidi Crossland rät dringend dazu, den sogenannten „verdeckten Arbeitsmarkt“ zu nutzen. „Die besten Jobs werden unter der Hand vermittelt“, berichtet sie aus ihrer Praxis.

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Dies bestätigt auch Susanne. „Auf einer Feier bei Freunden erzählte ich von meinen neuen Plänen. Und tatsächlich hatte der Freund einer Freundin noch einen Bekannten mitgebracht, der als Redakteur bei einer Tageszeitung tätig ist. Der war gleich ganz angetan von meinem Vorhaben. Eine neue Rubrik sollte ins Leben gerufen werden, die genau meinen Interessen entsprach.“ Susanne arbeitet nun als freie Mitarbeiterin, ihre Arbeitszeit kann sie frei einteilen, so dass es möglich ist, sich mit ihrem Partner abzusprechen, und im Notfall springt auch einmal ihre beste Freundin ein. „Im Moment ist das für mich perfekt und man weiß nie, vielleicht kann das ja auch ein tolles Sprungbrett sein“, erklärt sie lächelnd. Findet man über persönliche Verbindungen keinen Job können natürlich Tageszeitungen, Fachzeitschriften, Internet und Arbeitsagenturen ebenfalls hilfreich sein. Zudem sind Initiativbewerbungen bei Unternehmen, wo man die persönlichen Fähigkeiten Vorstellungen zum Tragen, eine Möglichkeit.
Auch wenn sich hier nicht gleich ein Job findet, kann man vielleicht in einem Berufspraktikum Können und ihre Kenntnisse unter Beweis stellen. Selbst wenn das Praktikum nicht direkt zu einer Übernahme führt, bietet es immerhin, Gelegenheit, interessante Erfahrungen zu sammeln und die eigenen Stärken und Schwächen an der Praxis zu messen.

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Zurück in den Beruf – Wie bewerbe ich mich richtig

Eine vollständige schriftliche Bewerbung enthält ein Anschreiben von etwa einer Seite, einen Lebenslauf mit Foto, Kopien der Schul- und Arbeitzeugnisse (keine Originale) sowie Bescheinigungen über Fortbildungen und Berufspraktika. Bei dem Anschreiben ist es immens wichtig, individuelle Formulierungen zu wählen sowie Worthülsen und Floskeln zu vermeiden. Was nach einem Serienbrief aussieht, kommt überhaupt nicht gut an. Wenn der Personalverantwortliche schon nach den ersten Zeilen entdeckt, welches Buch als Grundlage für die Bewerbung benutzt wurde, wird ihn das wenig neugierig auf den Rest machen. Natürlich kann man sich in der einschlägigen Literatur über formale Kriterien informieren und sich einige wertvolle Tipps geben lassen, aber mehr auch nicht.

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Sechs Punkte, die ein Bewerbungsschreiben enthalten muss:

  • Es soll Interesse wecken zum Weiterlesen.
  • Es soll sich auf die angebotene Stelle beziehen.
  • Es soll erklären, warum Sie sich gerade für diese Stelle bewerben.
  • Es soll erklären, warum Sie glauben, diesen Anforderungen zu entsprechen.
  • Es soll eine Aufforderung zum Handeln enthalten.
  • Es soll den Zeitpunkt des Stellenantritts angeben.

Der Lebenslauf enthält in tabellarischer Form persönliche Daten über den schulischen und beruflichen Werdegang. Auch Erziehungs- und Familientätigkeit gehören in einen lückenlosen Lebenslauf. Außerberufliche Fortbildungen und ehrenamtliche Tätigkeiten sollten durchaus ebenso Erwähnung finden. Denn hier tritt der Mensch hinter dem nackten Datenmaterial hervor und für den interessieren sich die Personalentscheider natürlich auch. Aber man sollte sich auf der anderen Seite vor einer Überfrachtung hüten: nicht jeder Workshop den man an der Volkshochschule besucht hat, muss erwähnt werden. Außerdem: nicht das aktuelle Datum und die Unterschrift vergessen.

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Das Bewerbungsgespräch

Ist diese erste Hürde überwunden und die Einladung zum Bewerbungsgespräch findet sich in der Tagespost, sollte man sich gründlich vorbereiten, am besten zusammen mit dem Partner oder einer guten Freundin. Beim Bewerbungsgespräch stehen die menschlichen Qualitäten im Vordergrund: der persönliche Eindruck ist ausschlaggebend.

Fragen, mit denen man rechnen muss:

  • Warum haben Sie sich gerade in unserem Betrieb beworben?
  • Wo liegen ihre Stärken, wo Ihre Schwächen?
  • Welche Ziele verfolgen Sie im Berufsleben?
  • Trauen Sie sich das überhaupt zu?
  • Wie können Sie Berufsleben und Familienleben miteinander verbinden?
  • Was geschieht, wenn Ihr Kind plötzlich krank wird?
  • Wie stellen Sie sich das vor, wenn Sie keine Überstunden machen können?

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Auf diese Nachfragen sollte man vorbereitet sein, das zeigt, dass man die Situation realistisch einschätzt und eben auch vorausdenken kann. Außerdem sollte man sich über das Unternehmen und das künftige Arbeitsfeld umfassend informieren und selbst Fragen dazu stellen. Damit stellt man Engagement und ernsthaftes Interesse unter Beweis. Man muss darauf gefasst sein, dass im Bewerbungsgespräch auch die persönlichen Schwächen thematisiert werden. Im Vorfeld sollte recht genau überlegt sein, wie diese ehrlich, aber dennoch auch positiv dargestellt werden können. Ein realistisches Selbstbild rückt die Bewerberin in ein sympathisches Licht, denn wer ist schon perfekt?

„Mütter haben zur Zeit gute Chancen für eine Rückkehr in den Beruf, denn man erkennt mehr und mehr die unverzichtbaren Qualitäten von Frauen in der Arbeitswelt. Viele Unternehmen haben die Zeichen der Zeit erkannt und bemühen sich um familienfreundliche Konzepte“, resümiert Heidi Crossland.

  • Posted by kidslife on 5. Dezember 2016

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