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Kidslife · das Elternmagazin

DaWanda Mums: Bonnie & Buttermilk

DaWanda Mums: Yes, we can!

Unter diesem Motto haben wir uns für Euch mit erfolgreichen Shopinhaberinnen und Mums von DaWanda über ihre Geschäfts-Ideen und ihr Familienleben unterhalten. Für alle von Euch, die auch davon träumen, sich mit einer kreativen Idee von Zuhause aus selbständig zu machen: Das geht – auch mit Kind.

Teil 3: Eike und Kathinka und ihr Label „Bonnie & Buttermilk“

Junge, urbane Mode für Kleine und Große – aus selbst entworfenen Stoffen mit fröhlichen Mustern im Retro-Stil. Das Designer-Duo Elke und Katinka aus Berlin Mitte. kann seine Leidenschaft für Textildesign mit Bonnie & Buttertmilk voll ausleben. Muster, Stoffe und Schnitte ihrer Modelinie kommen bei den Kundinnen so gut an, dass immer neue Kollektionen entstehen.

Kidslife: Bitte stellt euch und euer Label kurz vor.

Wir sind Eike und Kathinka vom Label Bonnie and Buttermilk, daß wir vor ca 9 Jahren gemeinsam gegründet haben. Wir entwerfen unsere eigene Stoffkollektion und  fertigen daraus dreimal im Jahr unsere Bonnie and Buttermilk Kollektion.

Kidslife: Wie kam es zu der Idee, eure Produkte zu entwerfen – wie hat alles angefangen?

Am Anfang stand unsere Leidenschaft für Stoffe , Muster und Materialien. Wir haben Stoffe gesammelt, bis wir angefangen haben unsere eigenen Entwürfe zu
zeichnen und zu entwickeln und sie in kleinen Mengen drucken zu lassen. Daraus haben wir eine erste Kollektion genäht und sie online verkauft. Das lief so gut, dass wir uns bald Verstärkung holen mussten und ein kleines Atelier gemietet haben.


Kidslife: Was habt ihr unternommen, um euren Shop bekannt zu machen?

Als wir mit unserem Label begonnen haben, war es noch nicht so komplex und kompliziert wie heute. Wir haben Glück gehabt, einen guten Start auf dawanda zu haben. Heute ist das alles etwas schwieriger und mit mehr Arbeit verbunden. Wenn wir unsere neue Kollektion abfotografiert haben, posten wir sie bei Facebook, zeigen sie auf unserem Instagram account und bei Pinterest. Auch freuen wir uns, wenn es unsere Sachen in Zeitschriften und auf Blogs schaffen.

Kidslife: Wie lange hat es gedauert, bis ihr gute Resonanz auf euer Angebot bekommen habt?

Da wir beide erst Kinderkleidung genäht und verkauft haben, entstand alles in einem sehr organischen Prozess. Die Kundinnen haben nachgefragt, ob es so etwas auch für Große gibt und wir haben es ausprobiert, abfotografiert und online gestellt. Daher war es eher eine Nachfrage, die wir bedient haben und eine grosse Portion Glück. Heutzutage muss man online mehr tun, um Resonanz zu bekommen und ein Feedback zu erhalten. Da kann es schon etwas dauern bis das riesige Internet davon erfährt, dass man einen neuen tollen Rock entworfen hat 😉

Kidslife: Viele junge Mütter träumen davon, ein kreatives Hobby zur Einnahmequelle – oder sogar zum Beruf zu machen. Welche Voraussetzungen braucht man dazu?

Wir raten den Leuten immer, am besten das herzustellen und zu entwerfen, was man selber toll findet und auch haben mag! Man muss hinter den Produkten stehen, die man designt, das merken die Kunden. Später sollte man ein gutes Gespür für Kundenwünsche entwickeln, welche Farben und Schnitte bevorzugt werden. Dann ist es wichtig, eine gute Mischung aus den eigenen Lieblinggsstücken und denen der Kunden in der Kollektion zu haben.


Kidslife: Wie gelingt es euch,  Familie und Arbeit unter einen Hut zu bringen?

Wir haben mittlerweile ein tolles Team, das uns unterstützt, so können wir uns auch um die Kinder kümmern und müssen kein schlechtest Gewissen haben. Zu Beginn allerdings haben wir jeden Morgen gearbeitet, die Kinder aus der Kita abgeholt und dann manchmal auf dem Spielplatz oder zu Hause weiter „gearbeitet“, Ideen entwickelt, Skizzen gemacht etc.

Kidslife: Unterstützen Euch Eure Familien dabei?  

Ja, unsere Familien sind toll, da unterstützt einer den anderen, denn wir sind alle mehr oder weniger Freiberufler… Da muss man auch öfters abends arbeiten oder schon mal beim Frühstückskaffee eine Mail beantworten. Allerdings versuchen wir auch, arbeitsfreie Zeiten zu haben, nachmittags, wenn alle zu Hause sind und beim Abendbrot, da wird nicht aufs Handy geschaut.


Kidslife: Arbeitet Ihr von zu Hause aus?

Ja auf jeden Fall. Morgens ein Blick in die Mails, ob wir einen Termin haben oder an etwas Wichtiges denken müssen. Und Abends wenn alles wieder ruhig ist, geht es meist noch eine Runde mit Laptop aufs Sofa, Muster zeichnen, ein bisschen Social Media machen, Nachrichten beantworten, Bilder bearbeiten… irgendwas ist immer!


Kidslife: Habt Ihr bestimmte Methoden, mit denen es Euch gelingt, Euch gut zu organisieren?

Nein, die haben wir noch nicht wirklich gefunden 😉 Wir machen Listen, meist sind sie viel zu lang, so dass wir nur einen Bruchteil davon schaffen und am Ende des Tages manchmal recht frustriert sind. Dann nehmen wir uns für den nächsten Tag nur drei Punkte von der Liste vor und fühlen uns gleich viel besser, weil wir alles geschafft haben. Unsere kleinsten Kinder sind noch recht mini und daher kann einem das schonmal einen Strich durch die gut durchdachte To- do- Liste machen! Wir können aber mittlerweile auch ganz gut Aufgaben abgeben und uns dann den Dingen widmen, die schon lange liegen geblieben sind.

Kidslife: Was würdet Ihr anderen Frauen raten, die sich mit einer kreativen Idee selbstständig machen wollen?

Ein guter Businessplan ist eine feine Sache, das haben wir nicht so gemacht, denken aber oft, dass das gut für uns gewesen wäre. Die Ziele erstmal nicht zu hoch stecken, nicht zu viel erwarten und wollen, da verzettelt man sich leicht. Man sollte eine eigene kreative Richtung entwickeln und sich überlegen, was das eigene Produkt so speziell macht, dass die Kunden es unbedingt wollen.
Und nicht zu ungeduldig sein. Wie gesagt, heutzutage ist alles etwas unüberschaubar und wirr, dass man nicht frustriert sein sollte, wenn es nicht auf Anhieb ein Riesenerfolg ist. Immer schauen, wie man das Produkt noch besser bewerben und pushen kann. Social Media, Werbung und Reichweite sind heutzutage leider genauso wichtig wie das Produkt. Davon sollte man sich nicht entmutigen lassen, aber man sollte die Seite des Prozesses nicht aus den Augen verlieren. Ein Instagram account und Facebook, Pinterest und später ein Newsletter eignen sich prima, um Kunden immer wieder von den eigenen Produkten zu überzeugen.

 

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