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Kidslife-Magazin · Leben mit Kindern

Work-Life Balance: 5 Dinge, die ­­Du aufgeben solltest

work-life balance

Der Stress, die Bedürfnisse von Kindern mit einem anspruchsvollen Job in Einklang zu bringen, ist eine Aufgabe, der sich viele Eltern kaum gewachsen fühlen. Bei einer Studie der American Psychological Association (von 2007) gaben mehr als 50% der befragten Angestellten an, dass die Anforderungen ihrer Arbeit mit den persönlichen Pflichten schwer zu vereinbaren seien und 43 % der Befragten sagten, dass ihre Arbeit unter ihrer Rolle als Eltern zu leiden hätte.
Oft scheint es, als hätte der Tag einfach nicht genug Stunden, um jedermanns Bedürfnisse zu erfüllen und allen gerecht zu werden. Um langfristig negativen Folgen für Nervenkostüm und Gesundheit vorzubeugen, müssen berufstätige Eltern Kompromisse machen. Und vielleicht einige ihrer Grundsätze aufgeben.

1. Ihren Stolz, andere um Hilfe zu bitten

Auch in unserer Zeit braucht es “ein Dorf”, wie man so schön sagt, um ein Kind zu erziehen. Andere um Hilfe zu bitten, kann Überwindung kosten, aber es ist einer der Schlüssel zu einem besseren Familienleben. Ganz besonders für alleinerziehende Eltern. Die Hilfe muss nicht einseitig sein, sondern kann im Austausch erfolgen und so eine win-win Situation für alle Beteiligten bieten. Ein anderes Kind am Nachmittag mit zu betreuen ist oft einfacher, als nur ein Kind zu Hause zu haben. Denn wenn ein Spielgefährte da ist, können Kinder sich auch wunderbar selber beschäftigen.

2. Der Glaube, dass sie ihre Zeit gleich aufteilen müssten

Eine gutes Gleichgewicht zwischen Job und Familie zu finden bedeutet nicht unbedingt, dass man seine Zeit zu gleichen Teilen aufteilen muss. Kluge Eltern verstehen, dass es Zeiten gibt, in denen Kinder – oder auch der Partner – mehr Energie brauchen und andere, in denen mehr Stunden in die Karriere investiert werden müssen.
Sie versuchen nicht, ihren Tag immer gleich aufzuteilen, sondern bleiben, im Rahmen von einem bestimmten Rhythmus, flexibel. Der Schlüssel dazu ist, beide Lebensbereiche im Blick zu haben und immer neu zu prüfen, welcher von beiden mehr Aufmerksamkeit benötigt. Wenn etwas aus der Balance gerät und Probleme entstehen, dann solltest du reagieren.

­­3. Die Idee, dass sie sich selbst vernachlässigen müssen

Es gibt einen Grund dafür, dass Fluggesellschaften ihren Fluggästen zeigen, dass sie im Notfall die Sauerstoffmaske zuerst bei sich selbt anlegen sollen, ehe sie anderen zu helfen versuchen. Wer nicht auf sich selber achtet, hat bald nichts mehr zu geben. Wenn du dich übermüdet und genervt fühlst, mag es oft unmöglich erscheinen, eine kleine Auszeit für dich selbst abzuzweigen. Aber Tatsache ist, genau dann hast Du diese am nötigsten!

4. Den Wunsch, die Kinder immer glücklich zu machen

Eltern, die eine gesunde Work-Life Balance erreichen, leben und atmen nicht ständig dafür, ihre Kinder zufrieden zu stellen. Stattdessen sind sie bemüht, verantwortungsbewusste Kinder zu erziehen, die dann auch fähige und gut organisierte Erwachsene werden. Sie bitten ihre Kinder um Hilfe, übertragen ihnen kleine Pflichten im Haushalt und achten auch darauf, dass diese eingehalten werden. Sie setzen klare Grenzen und achten auf Fairness – jeder muss in einer Familie auf seine Kosten kommen, damit es allen gut geht. Wenn sicher gestellt ist, dass sie zu bestimmten Zeiten die volle Aufmerksamkeit der Eltern bekommen, dürfen Kinder auch mal enttäuscht sein.

5. Die Schuldgefühle, die du wegen deines Jobs verspürst

Die meisten Eltern würden lieber nicht in einem Full-time-Job arbeiten, doch viele Familien haben diesbezüglich einfach keine Wahl. Ca. 44% der ganztags arbeitenden Mütter würden lieber halbtags arbeiten, so eine Studie des Pew Research Center aus dem Jahr 2012. Doch auf das zusätzliche Geld zu verzichten, kann sich nicht jeder leisten. Wenn Du selbst in dieser Situation bist, dann versuche, das Problem zu lösen und sprich mit deinem Arbeitgeber. Vielleicht sind ein paar Stunden weniger oder ein freier Tag pro Woche möglich. Oder akzeptiere, dass Du nur an den Abenden und Wochenenden für die Kinder da sein kannst – und genieße diese Zeiten dann ganz bewusst.

 

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