Nach oben

Kidslife-Magazin · Leben mit Kindern

Babys Entwicklung im ersten Lebensjahr

Entwicklung Baby

junge mama mit baby

Hallo Baby, herzlich Willkommen! Ist so ein neuer kleiner Mensch erst einmal auf der Welt, gibt es für Eltern kaum etwas Spannenderes als Tag für Tag seine Entwicklung zu beobachten. Hier lassen wir ein Baby für Sie berichten, worauf Sie sich einstellen können.

Jedes Baby ist anders. Viele Fortschritte und Entwicklungen die ein Baby macht, lassen sich nicht genau einem Monat zuordnen. Deshalb sind unsere Abschnitte in längeren Zeiträumen zusammengefasst. Manchmal tauschen Babys die Reihenfolge bestimmter Entwicklungsschritte oder lassen sie sogar ganz aus. Manche beginnen zu laufen, ohne vorher gekrabbelt zu sein. Vergleichen Sie Ihr Kind nicht zu sehr mit anderen – die kindliche Entwicklung ist schließlich kein Wettkampf. Wenn Sie die U-Untersuchungen beim Kinderarzt wahrnehmen, wird ihr Kind gut beobachtet.

Die U-Untersuchungen auf einen Blick:

Dennoch: Sie als Mutter kennen ihr Baby am besten. Haben Sie das Gefühl, dass sich Ihr Kind nicht richtig entwickelt, sollten Sie das durchaus ernst nehmen. Notieren Sie über mehrere Wochen, was Sie beobachten und besprechen Sie sich mit Ihrem Kinderarzt – auch zwischen den U-Terminen. Eine gezielte Frühförderung kann Defizite ausgleichen.

Das kann ich schon:

1. Monat:

Entwicklung im ersten Lebensjahr

 „Neugeborenes“ nennt man mich bis ich sechs Wochen alt bin. Du denkst, ich kann noch nichts und bekomme nicht viel mit von der Welt? Stimmt nicht, ich brauche einfach noch ein bisschen Zeit, um mich an meine neue Umgebung zu gewöhnen. Schließlich habe ich mein ganzes bisheriges Leben im Bauch verbracht – und dort ist alles ganz anders!

Meine Hauptbeschäftigung: Schlafen und Trinken. Wenn ich nicht zur Ruhe komme oder mir etwas fehlt, schreie ich! Ob Tag oder Nacht ist mir egal, denn Tageszeiten kenne ich noch nicht. Ich kann sehen, hören und habe natürliche Reflexe, wie z. B. saugen – ganz wichtig für mich! In den ersten Wochen kann ich noch keine Farben erkennen, und nur in der Entfernung von Mamas Brust zu ihrem Gesicht scharf sehen – sie ist eben das Allerwichtigste für mich!  Wenn Mama mir in die Augen schaut, verstehen wir uns auch ohne Worte.

Wenn Du auf mich achtest, erkennst Du, wie es mir geht. Wenn ich müde werde, sehe ich weg und habe matte Augen. Wenn es mir gut geht, sehe ich entspannt und zufrieden aus. Obwohl ich scheinbar wenig tue, bin ziemlich beschäftigt, denn ich brauche noch viel länger, um Sinneseindrücke aufzunehmen und zu verarbeiten.

Hast Du schon bemerkt, wie süß ich lächle, wenn ich schlafe? Das ist das sogenannte „Engelslächeln“.  Obwohl es nur ein Reflex ist, dient es dazu mich zu schützen. Schließlich sind auch wir Babys nicht gefeit vor Aggressionen, Wut und Überforderung mancher Erwachsenen!

Um meinen Kopf halten zu können, brauche ich noch Deine Hilfe. Stütz immer mein Köpfchen ab, damit ich nicht ruckartig zurücksinke – meine Halsmuskulatur ist einfach noch zu schwach. So hilfst Du mir auch, mich in der Senkrechten zu orientieren. In aufrechter Haltung kann ich mich besser konzentrieren und länger aufmerksam sein.

Entwicklung im ersten Lebensjahr

2. Monat:

Siehst Du? Ich werde schon deutlich aktiver. Ich rudere mit Armen, Händen und Beinen, kann strampeln und erste Laute von mir geben. Meinen Kopf kann ich kurz in Bauchlage in einem 45-Grad-Winkel anheben und meine  Körperhaltung wirkt jetzt deutlich entspannter. Manchmal öffne ich jetzt hin und wieder meine Händchen, die bisher immer zur Faust geschlossen waren. Auch wenn meine Bewegungen noch unkoordiniert sind: manchmal gelingt es mir schon, Gegenstände zu erfassen und in der Hand zu halten. Ich spiele gerne mit den Fingern und mache Kriechbewegungen. Vertraute Gesichter oder Gegenstände kann ich mit den Augen verfolgen. Und Dinge, die sich in etwa 20 bis 30 Zentimeter Entfernung befinden, kann ich schon für wenige Sekunden fixieren. Meine Umwelt wird immer wichtiger für mich!

lena_04

3-4. Monat:

Hast Du bemerkt: ich beobachte Dich und lache Dich an! Ich weiß jetzt schon, was Gesichtsausdrücke bedeuten, entdecke die Farben, kann Töne unterscheiden und auch selbst immer mehr Laute produzieren.
Auch Gegenstände betrachte ich konzentriert und mit Interesse, z. B. ein hübsches Mobile. Ich erfreue mich an meinen eigenen Händen und mag Gegenstände die man greifen und die ich mit dem Mund testen kann.

Ich wachse so schnell wie die kleine Raupe Nimmersatt  und freue mich, im Gegensatz zu Dir, wenn ich rasch zunehme. In jeder Woche werde ich kräftiger und lerne neue Dinge: z. B. mich mit den Füßen abzustemmen oder mein Becken und die Ellenbogen abzustützen um den Kopf kurz anzuheben. Ungefähr zu Ende des vierten Monats gelingt es mir schon, mich auf die Seite drehen. Eine große Leistung für mich!

baby boy

5. – 6. Monat:

Im fünften bis sechsten Monat kann ich schon mal unleidlich werden, den etwas Neues macht mir schwer zu schaffen: stell’ dir vor: ich bekomme die ersten Zähne! Meistens brechen zuerst die unteren Schneidezähne durch.

Ich bin jetzt richtig neugierig auf alles, was ich fühlen kann und machen will, dafür setzte ich alle meine Energie ein. Ich kann Dir schon mitteilen, was ich möchte und was nicht – verstehst Du mich? Ich plappere munter vor mich hin und kann Mama und Papa der richtigen Person zuordnen. Ich trainiere die Koordination von Händen und Augen und es gelingt es mir schon oft, zielsicher zu greifen. Zum Ende des sechsten Monats kann ich mich meistens auch vom Bauch auf den Rücken drehen.

Ob ich mich normal entwickele zeigt sich z. B. daran, wann ich in etwa in Bauchlage den Kopf heben und mich dabei auf die Unterarme stützen kann, wozu die meisten von uns mit fünf Monaten in der Lage sind. Aber denk dran:  die Entwicklungsunterschiede zwischen den Kindern sind oft groß – vergleiche mich nicht zu sehr mit anderen, ich bin ich!

Little boy and yellow bear on white

7.– 8. Monat:

Vom Liegen habe ich genug, jetzt möchte ich die Welt zu erkunden – und zwar auf allen Vieren! Meistens fange ich zwischen dem siebten und dem achten Monat an zu robben, zu rollen und zu krabbeln, wenn ich faul bin, vielleicht auch erst später. Dabei krieche ich auf dem Bauch und verwende die Arme, um den Körper fortzubewegen, später auch die Beine. Ob ich rolle, robbe oder krabbele, ob ich mich seitwärts, rückwärts oder vorwärts beweg – in jedem Fall trainiere ich meine Muskulatur, meine Koordination und den Gleichgewichtssinn.

Mein Sprachrepertoire entwickelt sich: hörst Du, wie viele verschieden Laute ich schon machen kann? Meine Feinmotorik ist oft schon so ausgeprägt, dass ich kleine Gegenstände zwischen Daumen, Zeige- und Mittelfinger halten kann.
Gegen Ende des achten Monats kann ich meistens schon frei sitzen, mich selbst hochziehen und mich um den eigenen Körper drehen.

Vielleicht beginne ich jetzt auch, zu „fremdeln“ und möchte nur von Mama oder Papa angelächelt oder gehalten werden. Auch wenn ich bisher auf jeden freundlich reagiert habe, der nett zu mir war. Keine Angst, das geht wieder vorbei! Für uns Babys ist das eben ein wichtiger Schritt in unserer Entwicklung, denn nun können wir unsere Eltern visuell von anderen großen Leuten unterscheiden und sie auch bewusst vermissen – und das ist doch toll!. Wir wollen eben sicher sein, dass uns nichts passiert!

2 Kinder

9. – 12. Monat:

Jetzt bin ich richtig mobil! Ich robbe und krieche schon wie die Post und unternehme alles, um endlich stehen und laufen zu können. Ich kann gut mit Gegenständen umgehen und damit spielen. Ich kann kleine Hindernisse überwinden, häufig auch alleine sitzen. Ich habe viel geschafft: ich bin nun schon etwa eineinhalb Mal so groß und drei Mal so schwer wie nach der Geburt! Schau mal, wie winzig mein erster Strampler nun neben mir aussieht!

Gegen Ende des zehnten Lebensmonats krabble ich vielleicht im Vierfüßlerstand und beginne, ab und zu ein Bein aufzustellen. Im Laufe der folgenden Monate beginne ich mich immer öfter an Gegenständen hochzuziehen, um auf zwei Beinen stehen zu können, so wie die Großen! Vielleicht kann ich gegen Ende des zwölften Monats an der Hand von Mama oder Papa schon einige Schritte laufen. Wann genau die ersten Schritte zu sehen sind, ist aber sehr verschieden. Manche Kinder fangen erst zwischen dem 18. und dem 20. Monat an zu laufen.

Auch sonst liebe ich Action! Es macht mir Spaß, z. B.  Stapel aus Bausteinen umzuwerfen, Klötze aneinander zu stoßen oder auch zwei Steine zu stapeln. Ich freue mich auch darüber einen gefüllten Eimer ein- und wieder auszuräumen oder einen Ball zu rollen und später auch zu werfen. Kleine Dinge nehme ich mit dem sog. Pinzettengriff unter die Lupe. Auch Klatschen oder Winken finde ich toll.

Etwa ab dem neunten Lebensmonat entwickele ich ein Verständnis für Gefühle. Mehr und mehr kann ich den Zusammenhang zwischen den eigenen und den Gefühlen anderer Personen erkennen

Ich „redet“ jetzt schon recht lebhaft in meiner eigenen Sprache und in unserer Familie entsteht ein eigener „Babywortschatz“. Um den elften Monat herum kann ich oft schon „Mama“ oder „Papa“ sagen und sie direkt ansprechen – darüber freuen sie sich sehr! Mit dem ersten Geburtstag kann ich darüber hinaus oft erste einfache Worte nachsprechen. Manche von uns lassen sich mit den ersten Worten noch etwas Zeit, aber, keine Angst, das holen sie später sehr rasch wieder nach!

Nach dem 12. Monat:

Schau mich mal an: ich kann laufen und sprechen! Eigentlich möchte ich von jetzt an nicht mehr Baby genannt werden!

Interaktiver Entwicklungskalender:

http://www.hallo-eltern.de/M_Baby/entwicklung.asp

Tabelle zum Ausdrucken:

http://www.babytipps24.de/?page_id=478

siehe auch: http://www.kidslife-magazin.de/schwangerschaft-baby

One thought on “Babys Entwicklung im ersten Lebensjahr”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.