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Kidslife · das Elternmagazin

Eltern Kind Kommunikation: Tipps für Eltern

Eltern Kind Kommunikation – Vater und Tochter
Foto: Carolinde Hernandez/Unsplash

Eltern-Kind-Kommunikation: Wie wir Kinder ungewollt verunsichern

Text: Andrea Gemmer

Eltern-Kind-Kommunikation findet jeden Tag statt und prägt unseren Nachwuchs fürs Leben. Als Eltern wünschen wir uns alle, dass unsere Kinder ein gesundes Selbstvertrauen aufbauen und zu Erwachsenen werden, die ihre Stärken kennen und die ihre Ziele und Wünsche gut verwirklichen können. Orientierung und Halt auf diesem Weg finden unsere Kinder vor allem in der Kommunikation mit uns, den Eltern. Unsere sprachlichen Botschaften und das daraus resultierende Handeln beeinflussen ihr Denken und auch ihre Gefühle – sich selbst und anderen gegenüber.

Daher lohnt es sich, einmal genauer zu betrachten, was wir sagen und wie wir ausdrücken, was wir mitteilen wollen. Denn Hand aufs Herz: Wie schaut es denn aus mit unserem eigenen „Selbst“? Bist Du Dir deiner Selbst bewusst, und sicher, dass Du immer sagst, was Du meinst? Deine Sprachbotschaften können Kinder stärken oder verunsichern.

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Photo by Amanda Jones / Unsplash

Klar formulierte, positive Botschaften stärken das Selbstvertrauen

Häufig verunsichern wir unsere Kinder mit Anweisungen, die im zweiten Satzteil unsere – meist unbegründete – Furcht vor möglichen Gefahren ausdrückt.

  • Halt die Schüssel gut fest, damit sie nicht runterfällt!
  • Zieh die Mütze auf, damit du nicht krank wirst!
  • Beeil dich, damit du nicht zu spät kommst!

Die Kinder hören in diesen Sätzen als erstes die negativen Erwartungen ihrer Eltern, erst dann die restliche, eigentliche Botschaft.

Zum Verstehen der Botschaft müssen die Kinder das Gehörte „übersetzen“. Das verunsichert und hält sie ab, sofort die gegebene Anweisung umzusetzen.

Sicherlich kennst Du den Satz: „Denk nicht an den rosa Elefanten.“ Und an was denkst Du sofort? Genau so ergeht es den Kindern, wenn sie eine Aufforderung hören, was sie nicht tun sollen.

Sicherheit vermittelst Du deinem Kind mit positiven Botschaften

  • Halt die Schüssel gut fest, damit du sie sicher zum Tisch bringst.
  • Zieh die Mütze auf, damit du gesund bleibst.
  • Beeil dich, damit du pünktlich sein wirst.

Nimmst Du den Unterschied wahr? Erkennst Du, wie wohltuend es auch für Dich selbst ist, weniger Gefahr und mehr Zuversicht in deinen eigenen Blick zu lassen? Und noch etwas: Außer Verwirrung haben Aufforderungen mit „nicht“ noch eine weitere Wirkung auf unsere Kinder:

Eltern Kind Kommunikation . Mutter und Kind
Foto: Sharon McCutcheon on Unsplash

Negationen verleiten häufig zum Trotz

Sie klingen in den Kinderohren oftmals wie ein Verbot.

  • Klettere nicht so hoch!
  • Schreib nicht so unordentlich!
  • Wenn du reinkommst, lauf bitte nicht durch die Pfütze!

Stressfrei für Dich und Dein Kind sind klare Anweisungen. Sprich eindeutig, und so, dass dein Kind die Information klar versteht:

  • Klettere höchstens bis zur 5. Sprosse.
  • Schreib bitte so, dass die Buchstaben innerhalb der Linien bleiben.
  • Wenn du hereinkommst, lauf um die Pfütze herum.

Sage das, was Du wirklich meinst und formuliere klar und einfach. So machst Du es Dir und den Kindern leichter und lädtst damit das Positive in Dein Familienleben ein.

Andrea Gemmer
Andrea Gemmer

Andrea Gemmer, ist Trainerin und Coach zum Thema „selbst-bewusste Kommunikation“. Sie arbeitet vor allem mit Eltern und KITA-Mitarbeiter*innen, damit diese erfolgreich und wirkungsvoll miteinander und auch mit den Kindern kommunizieren können.
Kontakt: www.andreagemmer.com

 

 

 

 

 

 

Weitere Beiträge unserer Serie von Andrea Gemmer zur gelungenen Eltern-Kind-Kommunikation:

Kleine Worte – große Wirkung

So kommt Deine Botschaft an!

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